Aichach    

Der Super-Sonntag in Aichach: Eine Stadt im Ausnahmezustand

Aichach - Mit Superlativen sollte man in diesen Zeiten vorsichtig sein. Andererseits ließ der Besucheransturm insbesondere am gestrigen Sonntag Bürgermeister Klaus Habermann kaum eine andere Wahl: "Das sprengt alles", entfuhr es einem sichtlich erschöpften, aber mehr als zufriedenen Stadtoberhaupt: Ansturm auf die Leistungs- und Verkaufsschau Wila auf dem Volksfestplatz, eine rappelvolle Aichacher Innenstadt bei Autoschau, Kunstmeile und verkaufsoffenem Sonntag - "mehr geht nicht".

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Das stimmt zweifellos. Begünstigt vom perfekten Wetter drängten die Massen in die Kreisstadt, einen Parkplatz zu finden, war phasenweise auch im Umfeld reine Glückssache. Apropos Glück: Das war auch Efinger Reisen und der Firma Deckerform hold, die zum Tag der offenen Tür geladen hatten und ebenso "belagert" wurden (Berichte dazu folgen in unserer morgigen Ausgabe auf der lokalen Wirtschaftsseite).
Was Habermann nach eigenen Worten am meisten beeindruckte, war die "entspannte und schöne Stimmung". Die Besucher hätten sich vom Veranstaltungspaket überaus angetan gezeigt und dies auch immer wieder geäußert. In dieser Form habe er das noch nie erlebt.
Von einem "Mega-Sonntag" sprachen die Wila-Organisatoren Bernd Böhme und Oliver Schmid, wollten aber auch die ersten beiden Messe-Tage nicht unterschlagen. Da sei es etwas ruhiger zugegangen - genau die richtige Atmosphäre für die Aussteller und interessante Beratungsgespräche. "Die Produktinformation steht im Vordergrund. Wir wollen kein Volksfest sein. Es geht um Qualität - beim Angebot und auch bei der Standgestaltung", so Böhme. Kritische Worte von Teilnehmern, die unter anderem die zurückgehende Zahl von Handwerkern auf der Wila monierten, nehme er ernst. Allerdings sei auch klar, "dass wir niemanden zwingen können, auf die Wila zu gehen". Man werde weiter an der Qualität arbeiten, sei aber auf dem richtigen Weg. Das habe nicht zuletzt der Zuspruch für die Sonderschau Wila-fit gezeigt. Die Vorträge und Vorführungen zum Thema Gesundheit seien dankbar angenommen worden.
Das gilt auch für die Neuerungen im Eventzelt. Erstmals gab es Bedienungsservice an den Tischen, erstmals auch einen Biergarten. Das Geschäft lief sehr gut, wie Wirt Dominik Chalinsky ausführte und dabei einräumte, dass es immer wieder zu organisatorischen Engpässen kam. Gelobt worden sei die Qualität des Essens, wie Bürgermeister Klaus Habermann anmerkte.
Wie viele Besucher es insgesamt waren, konnte Bernd Böhme nicht definitiv sagen. Klar sei, dass es deutlich mehr als vor zwei Jahren waren. Also gilt: 26 000 plus X. Letztlich komme es aber ohnehin nicht auf reine Zahlen an, sondern auf die Zufriedenheit der Besucher. Einen kleinen Blick wagten die Organisatoren über den Lech. Bei der Augsburger Frühjahrsausstellung wurden in neun Tagen gut 80 000 Gäste gezählt, im kleinen Aichach waren es in drei Tagen an die 30 000. Oliver Schmid: "Das Produkt Wila hat sich etabliert."

Zahlreiche Fotos und Berichte vom Mega-Wochenende in Aichach finden Sie in der Montagausgabe der AICHACHER ZEITUNG. Fotoimpressionen zum Durchklicken gibt es zudem in den Bildergalerien.

Von Robert Edler Bei Sonnenschein und angenehmen 20 Grad zog es zahllose Besucher in die Aichacher Innenstadt. Dort lockten der Autosonntag, die Kunstmeile, der Spargel- und Spezialitätenmarkt sowie die geöffneten Geschäfte. Viele genossen das Wetter, machten eine Radtour nach Aichach und genehmigten sich ein Eis. Fotos: Ines Speck Ansturm auf die Wila. Wie viele Besucher es letztlich waren, konnte Organisator Bernd Böhme gestern noch nicht endgültig sagen. Klar sei, dass es mehr als vor zwei Jahren waren - das wären also 26 000 plus X. Foto: Erich Hoffmann
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Veröffentlicht am 16.08.2015 23:04 Uhr




 

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