Todtenweis    

Todtenweis bleibt streng neutral

Todtenweis – Der Gemeinderat Todtenweis bleibt in der Frage der Petersdorfer Grundschulen streng neutral. Bekanntlich sind auch die Todtenweiser aufgefordert worden, eine offizielle Stellungnahme zur von Aindling und Pöttmes beantragten Schulsprengeländerung abzugeben, und das wird die Gemeinde auch tun. Ausdrücklich werde man sich jedoch nicht dazu äußern, welche der beiden Petersdorfer Schulen geschlossen werden soll.

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„Da mischen wir uns besser nicht ein“, erklärte Bürgermeister Thomas Riß im Anschluss an die Gemeinderatssitzung am Mittwochabend, bei der folgende Stellungnahme nach kurzer Debatte einstimmig angenommen wurde: Todtenweis befürworte die von Aindling beantragte Schulsprengeländerung, da die eigene Grundschule nur mit Aindlinger Kindern überleben könne, und man deshalb ein ureigenes Interesse daran habe, die benachbarte Marktgemeinde in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Zudem befürworte man ebenfalls deren Auffassung, wonach es pro Gemeinde nur eine Grundschule geben soll. Welche der beiden Petersdorfer Schulen deshalb geschlossen werden müsse, sei von Todtenweis aus nicht zu beurteilen.

Zuvor hatte der Gemeinderat sich mit mehreren Bauanträgen befasst, wobei vor allem zwei für ein gewisses Aufsehen sorgten. So will die Firma Pina im neuen Sander Gewerbegebiet eine Autowerkstatt errichten, die einen Hallenkomplex mit der durchaus respektablen Grundfläche von 364 Quadratmetern, inklusive einer Betriebsleiterwohnung, umfassen soll. Der Antrag wurde genehmigt. Und der Konservenhersteller Durach, seit Jahren der größte Gewerbesteuerzahler des Ortes, erhöht die Zahl seiner Wohncontainer von 35 auf 48. In diesem Containerdorf werden Saisonarbeiter aus Polen und anderen Staaten Osteuropas während der Obsterntemonate untergebracht – zwischen Mai und Oktober wird in dem Unternehmen jede Hand gebraucht.

Wie Thomas Riß gegenüber der AICHACHER ZEITUNG in diesem Zusammenhang erklärte, sei der Antrag einstimmig genehmigt worden. Jedoch gebe es bei der Anlieferung für das Unternehmen immer noch die seit Jahren bekannten Probleme in der Kapellenstraße. „Die Zufahrt muss über den hinteren Bereich des Betriebsgeländes erfolgen, doch anscheinend haben viele Lkw-Fahrer noch immer die alte Adresse in der Kapellenstraße abgespeichert. Und da stehen sie dann, kommen nicht vor und zurück und weil es so eng ist, brauchen sie lange zum Wenden.“

Für die Anwohner sei dies ein stetes Ärgernis. „Ich hoffe, wir bekommen das bald besser in den Griff“, so Riß.

Von Pat Lauer



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Veröffentlicht am 24.03.2011 15:35 Uhr




 

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