Todtenweis    

Kreisel lässt auf sich warten

Todtenweis – Rund 90 Bürgerinnen und Bürger waren am Donnerstagabend zur Todtenweiser Bürgerversammlung gekommen. In seinem Eingangsreferat berichtete Bürgermeister Thomas Riß zunächst von 14 Sitzungen des Gemeinderates im abgelaufenen Jahr, stellte etliche Zahlen vor und gab einen Ausblick auf die laufenden und geplanten Maßnahmen.

<p>Kreisel lässt auf sich warten </p>

1390 Einwohner weist die Gemeinde insgesamt auf, 975 davon leben im Kernort, 371 in Sand und 44 in Bach. 13 Geburten und elf Eheschließungen seien 2010 registriert worden, Zahlen, die nicht unbedingt hoffnungsfroh stimmten, wenn es um den Erhalt der Todtenweiser Schule gehe. Dort habe man übrigens ein neues Feueralarmeinstellungssignal angebracht, so dass nun auch die Kinder in ihren Klassenzimmern den Alarm hören können.

Im Verlauf seiner Ausführungen erwähnte Riß auch die neuen Urnenstelen am Friedhof, die neuen Außenleuchten des Kindergartens, der mit 48 Zöglingen derzeit gut besucht sei, sowie die Räume im Obergeschoß des Todtenweiser Rathauses. Diese würden nicht mehr vermietet, sondern stehen den Ortsvereinen zur Verfügung. Hier können dann Chroniken, Kassenbücher und Vereinsfahnen sicher untergebracht werden.

Auch Fragen der örtlichen Infrastruktur streifte der Bürgermeister. Demnach sei seit vergangenem Jahr auf Gemeindegebiet eine Freiflächenfotovoltaikanlage in Betrieb und im Landschaftsplan sei auch ein Standort für ein Windrad bis 80 Meter Höhe vorgesehen. Tempomessungen hätten ergeben, dass sowohl durch den Kernort, als auch durch Sand häufig zu schnell gefahren werde, hier wolle man über Abhilfe beraten. Erfreulich sei die neue Buslinie nach Langweid, die ab dem 1. April einen einjährigen Probebetrieb aufnehme.

Ein großes Anliegen sei ihm, so Thomas Riß, die Breitbandversorgung. In Ortsteil Sand ist nur eine Datenübertragung mit rund 300 KB/s. möglich. Doch eine schnelle und kostengünstige Lösung sei nach wie vor nicht in Sicht, da die Telekom kein Angebot vorlege und LEW-Telnet 400 000 Euro von der Gemeinde verlange. Hier werde man weitere Verhandlungen führen müssen.

Als sehr erfreulich bezeichnete Riß die Tatsache, dass im neuen Sander Gewerbegebiet bereits rund die Hälfte der Flächen verkauft werden konnten. Die Leitungen für Gas und Wasser seien bereits verlegt. Der Geh- und Radweg von Sand nach Thierhaupten sei nach kurzer Bauzeit bereits eröffnet worden, ende aber vorerst in Sand. Trotz aller Bemühungen sei es nicht möglich gewesen, ins Sonderbaulastprogramm zu kommen. Die Planungen für den Kreisverkehr in Sand seien zwar fertig, aber noch kein Bau in Sicht. Bei den Straßenbauarbeiten im Ortsteil Bach war man hingegen schneller. Der Windenweg in Bach wurde staubfrei gemacht und asphaltiert.

Dachsanierung

beim Gruinanwesen

Ausführlich berichtete Riß von den Gemeindefinanzen und konstatierte eine Pro-Kopf-Verschuldung von 17,65 Euro – mutmaßlich die niedrigste im gesamten Landkreis.

Im laufenden Jahr wolle man die Sanierung des Daches vom Gruinanwesen angehen, die Beleuchtung der Sander Straße noch einmal thematisieren und den Bau des Kreisverkehrs in Sand vorantreiben. In Sachen Wasserversorgung muss sich die Gemeinde in den nächsten Jahren entscheiden: Die Versorgung mit eigenen Brunnen sei zwar bis 2013 gesichert, doch noch heuer soll eine Studie vorgelegt werden, wie es in nächster Zukunft aussieht. Ein Ersatzbrunnen oder auch der Anschluss an Nachbargemeinden stehen zur Debatte.

Bei der anschließenden Diskussion kam zunächst die Frage auf, ob die Gemeinde einen Seniorenbeauftragten installieren solle. Konkrete Meinungen dazu wurden jedoch nicht geäußert, das Thema zurückgestellt. Es folgten Fragen zur Wasserversorgung, zum Baubeginn bei der Firma Durach sowie über nächtliche Lärmbelästigungen durch Arbeiten auf und um das Betriebsgelände des besagten Unternehmens. Von Michael Hofberger und Josef Riß wurde die angebliche fehlende Sicherheit der Schulwege bemängelt, zumal Gehwege „im Nichts“ endeten. Ebenso wurde ein fehlender Fahrradständer an der Grundschule kritisiert. Josef Ettinger sprach das Gruinhaus an, das seines Erachtens derzeit ein „Schandfleck“ sei und dringend geweißelt werden müsse. Xaver Muschik schließlich forderte, die Birke am Sander Spielplatz zu fällen, denn diese mache zu viel Dreck.

Mit der Bürgermedaille in Bronze mit Urkunde wurde Theresia Eichenseher ausgezeichnet. Sie tat vom 1. März 1993 bis 31. Dezember 2010 ihren Dienst als Mesnerin der Pfarrei Todtenweis und war am 15. Januar schon von der Pfarrei ausgezeichnet worden.



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Veröffentlicht am 28.01.2011 16:59 Uhr




 

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