Sielenbach    

TSV erhitzt die Gemüter

Sielenbach – Einigkeit herrschte im Sielenbacher Gemeinderat am Mittwochabend, bis es zu den Punkten „Kreisverkehr im Gewerbegebiet“ und einem Zuschussantrag des TSV Sielenbach kam. Der Reihe nach.

<p>TSV erhitzt die Gemüter </p>

Für das Gewerbegebiet forderten Sielenbacher Bürger, einen Kreisverkehr anzulegen statt eine Abbiegespur zu bauen, betonte Bürgermeister Martin Echter. Gegen das Vorhaben wehrte sich Josef Kreppold. „Das Verkehrsaufkommen ist nicht so groß, dass ein Kreisverkehr nötig wäre“, argumentierte er. Dem widersprach Josef Breitsameter vehement: „Manche rauschen da ganz schön runter. Das wäre eine geeignete Maßnahme zur Verkehrsberuhigung für ganz Sielenbach“, hob er hervor. Heinrich Lechner kritisierte den vorgesehenen Platz am Ende des Gewerbegebietes: „Ein Kreisverkehr gehört in die Mitte, und nicht ans Ende“, erklärte er. Da es eine wichtige, „aber auch sehr schwere Entscheidung“ sei, einigten sich die Räte auf einen Ortstermin, der schnellstmöglich anberaumt werden soll. Erst danach soll eine Entscheidung gefällt werden.

Zwei große und zwei kleine Spielfelder muss der TSV Sielenbach in Schuss halten. Die Kosten seien kaum noch zu bewältigen.

Der Verein beantragte daher einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro. „In anderen Gemeinden macht das der Bauhof und das käme uns noch teurer“, meinte Bürgermeister Echter und erinnerte daran, dass in dem Verein an die 250 Jugendlichen gut aufgehoben seien. „Es gibt aber auch Gemeinden, denen der Verein Geld zahlt, dass die Anlagen gepflegt werden“, widersprach Josef Breitsameter. „Immer wieder müssen wir die Fußballer unterstützten“, ärgerte sich Josef Strasser. „Das ist nur eine fingierte Umschreibung zum Unterhalt der Fußballabteilung“, echauffierte sich Strasser weiter. „Man muss das auch in Zusammenhang mit der Schulsportanlage sehen“, meinte Horst Pappenberger. Gegen die Stimmen von Josef Stocker, Josef Breitsameter und Josef Strasser wurde dem TSV der einmalige Zuschuss gewährt. Bürgermeister Martin Echter hofft nun, dass keine weiteren Anträge nachkommen.

Voll im Zeitplan und im Kostenrahen liegen die Bauarbeiten am neuen Rathaus. Am Mittwochabend wurden neue Aufträge vergeben. Den Zuschlag für die Fliesen- und Plattenlegearbeiten bekam die Aichacher Firma Kopp für 28 900 Euro. Die Innentüren fertigt die Firma Anton Mayr für 9547 Euro an, die Rollladenarbeiten übernimmt die Aichacher Firma Kneißl für 3710 Euro. Die Außenanlage mit Granit- und Pflasterseinen gestaltet die Firma Arzberger.

Für die Laminat- und Teppichböden erfolgt eine Ausschreibung. Gleiches gilt für die Zimmer- und Dachdeckerarbeiten für die Bauhofhalle. Mit den Beton-, Stahlbeton-, Maurer-, Isolier- und Kanalarbeiten für die neue Bauhofhalle wurde die heimische Firma Josef Asam beauftragt. Die Kosten liegen bei 59 000 Euro. Zum Vergleich: Das teuerste Angebot betrug etwas mehr als 88 000 Euro.

Von Alfred Haas



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Veröffentlicht am 14.04.2011 19:16 Uhr




 

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