Sielenbach    

Noch mehr Sonnenenergie

Sielenbach - Im Oktober beschloss der Sielenbacher Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans für einen Solarpark bei Gansbach, in der letzten Sitzung des Jahres, am Mittwoch, gab es nun auch das Okay für ein weiteres Projekt der Energiebauern GmbH: eine Vier-Megawatt-Photovoltaikanlage bei Raderstetten.


Für die Realisierung gründen die Energiebauern eine eigene Gesellschaft mit dem Eigentümer der Fläche: die "Solarpark Raderstetten GmbH & Co. KG". Das erläuterte Geschäftsführer Martin Bichler. Die Fläche ist 6,4 Hektar groß und wurde nach einem Ortstermin mit dem Gemeinderat noch etwas abgerundet. Auf 50 Prozent wird sie mit den Modulen mit 3,20 Metern Höhe bebaut. Was auch für sie spricht: Sie ist praktisch nicht einsehbar, zumal ein zehn Meter breiter Grünstreifen als Sichtschutz und Wildkorridor errichtet wird. Die Pflege der Fläche übernehmen Schafe des Grundstücksbesitzers.
Die Gewerbesteuereinnahmen aus dem Unternehmen gehen zu 100 Prozent an die Gemeinde Sielenbach. Mit der weiteren Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) erreicht die Ecknachtalgemeinde bei ihrem extrem hohen Anteil an erneuerbaren Energien bei der Stromproduktion dann fast genau eine Drittelung: jeweils ein Drittel kommt aus PV-Anlagen, Biomasse und den Windrädern. Für Bichler stellt das Projekt "eine sinnvolle Abrundung der PV-Anlagen" in Sielenbach dar.
Wichtig war, dass der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans noch in diesem Jahr geschieht. Für das kommende Jahr sind die sogenannten benachteiligten landwirtschaftlichen Flächen, auf denen förderfähige Photovoltaik möglich ist, neu bewertet worden; besagtes Grundstück fällt dann heraus.
Der Gemeinderat war einhellig für das Projekt; etwas schwerer tat man sich dagegen mit einer E-Ladestation und einer Solarleuchte am Dorfplatz. Bürgermeister Echter war der Meinung, dass es dem Sonnendorf gut anstehen würde, nicht nur erneuerbaren Strom zu produzieren, sondern ihn auch anzubieten. Grundsätzlich sahen das auch die Gemeinderäte so. Allerdings gab es unterschiedliche Meinungen zu den richtigen Standorten für Ladestation und Leuchte. Deshalb fasste man nur einen Grundsatzbeschluss. Echter holt nun Angebote ein, über die Standorte wird dann noch einmal diskutiert und entschieden.

Von Dr. Berndt Herrmann


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Veröffentlicht am 13.12.2018 23:00 Uhr




 

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