Pöttmes    

Leitstelle kann Handzell nicht hören

Handzell - Bei der Feuerwehr Handzell ist trotz kleiner Kritikpunkte auch im 126. Jahr ihres Bestehens alles im Lot. Das war der Generalversammlung zu entnehmen. Die Probleme sind erkannt, an Lösungen werde gearbeitet.


Mit 41 Anwesenden war das Florianstüberl im Handzeller Feuerwehrhaus am Sonntag zur Generalversammlung bestens besucht. Kommandant Bernhard Drittenpreis hat 38 Aktive in seiner Truppe, davon sechs Jugendliche. Im Berichtszeitraum absolvierte man 15 Übungen, drei Einsatzübungen und wurde fünfmal zu Einsätzen gerufen.
Noch nicht gelöst sind in Handzell die Probleme mit dem Digitalfunk. "Wir hören die Leitstelle, aber die können uns nicht hören und wissen demzufolge nicht, ob wir ausrücken", schilderte Drittenpreis. Ebenfalls ein Manko sei die neue Sirene: Sie ist nicht im ganzen Ort zu hören und soll schon in Kürze ausgetauscht werden. Kreisbrandinspektor Klaus Hartwig bedauerte die Problematik mit dem Digitalfunk und kündigte ein Update an.
Laut Vorsitzendem Georg Lohner war das im vergangenen Jahr alles überstrahlende Ereignis der eigene 125. Geburtstag, der bewusst in kleinerem Rahmen mit den Ortsteilwehren und den Partybands "Original Wertachtaler" und "Cefix" gefeiert wurde. In seinem Rückblick lobte der Vereinschef die bewährte Küche mit ihren Schmankerln und bedankte sich für die vielen helfenden Hände und Kuchenspender. Diesmal waren gar 94 Personen rund um das kurzerhand zum Feuerwehrfest umdeklarierte Straßenfest im Einsatz.
Neben den alljährlichen Terminen wie Fronleichnam, Fleckenfest in Rutesheim, Christbaumaufstellen und Kesselfleischessen gab es mit der Cold-Water-Challenge und dem Jubiläum der Kameraden in Wiesenbach zwei außertourliche Ereignisse. Bei Letzterem fühlte sich der Vorsitzende allerdings von den Kameraden im Stich gelassen, was die Teilnahme betraf. Die Teilnahme am Volksfestauftakt musste mangels Beteiligung sogar ausfallen. Lohner appellierte an dieser Stelle zu mehr Engagement. Heuer soll es wieder einen Ausflug geben: Für zwei Tage soll es Richtung Berchtesgaden gehen.
Kommandant Drittenpreis blickte nicht nur zurück, sondern auch voraus: Für 2019 ist eine Leistungsprüfung geplant, ein Kamerad wird den Gruppenführerlehrgang besuchen.
Von aktuell 217 Mitgliedern berichtete Schriftführer Holger Golling, ehe Kassier Dieter Bauer ans Pult trat. Die von ihm angesichts eines deutlichen Minus im Säckel erwartete "Steinigung" fand nicht statt, schon im Vorjahr war eine kräftige finanzielle Unterstützung des Schützenvereins zu dessen Neubau beschlossen worden. Zum Vorschlag von Josef Schmaus, sich an einer Beleuchtung der Pfarrkirche während der Weihnachtszeit zu beteiligen, wird sich die Vorstandschaft Gedanken machen. Fleißig beim 125. Geburtstag, zurückhaltend bei Vereinsfesten

Von Wilhelm Wagner


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Veröffentlicht am 31.01.2019 23:00 Uhr




 

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