Fußball    

Futsal-Meisterschaft: Stadt gegen Landkreis

Dasing - Kurz vor dem Jahreswechsel findet die letzte Meisterschaftsvergabe im Fußballkreis Augsburg statt. In der Dasinger Dreifachturnhalle wird am Samstag (ab 17 Uhr) der Futsal-Titelträger der Stadt Augsburg und des Landkreis Aichach-Friedberg ermittelt. Turnierleiter Günther Behr spricht von einer interessanten Finalrunde, "zumal sich auch der amtierende schwäbische Titelträger qualifiziert hat". Behr meint hierbei den Bezirksligisten FC Stätzling, der neben seinen Ligakonkurrenten TG Viktoria Augsburg und dem Kissinger SC zu den ranghöchsten Klubs zählt.

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Daneben komplettieren Kreisliga-Spitzenreiter TSV Haunstetten, Türkspor Augsburg 2, SpVgg Bärenkeller, TJKV Augsburg und Gastgeber TSV Dasing (alle Kreisklasse) das Teilnehmerfeld, das sich in den vier Vorrundenturnieren die Fahrkarten für die Endrunde sicherten. Behr erhofft sich nun am Samstag auch die entsprechende Zuschauerresonanz. "Es wäre schon toll, wenn auch die Zuschauer diesen Amateurevent mit ihren Besuch würdigen würden." Für den Neuburger waren die Zahlen bei den Vorrundenturnieren eher ernüchternd. "Das war schon sehr mager, das sicher auch am Termin gelegen hat", erklärt Behr. Sportlich war Behr von den teilnehmenden Mannschaft sehr angetan: "In Dasing haben die Mannschaften guten Futsal geboten. Gerade Stätzling und Dasing haben hervorragende Hallenspezialisten in ihren Reihen." Dennoch ist er skeptisch über die weitere Zukunft des Hallenfußballs im Kreis Augsburg. Der Verband wird sich dazu bei seiner Klausurtagung in Irsee Mitte Januar weitere Gedanken machen. Behr: "Bezirksspielleiter Rainer Zeiser wird eine neue Variante vorstellen."
Dementsprechend wäre es am Samstag von Vorteil, "wenn die Besucher und Vereine Werbung in eigener Sache machen könnten", so Behr. Dass der Hallenfußball durchaus Zukunft hat, unterstreicht nicht zuletzt der amtierende schwäbische Hallenmeister Stätzling. Teammanager Manfred Endraß war vom Auftritt seiner Mannschaft angetan. "Die haben darauf nicht trainiert, aber sind dann auf dem Parkett hervorragend unterwegs gewesen", so Endraß, "man spürt, dass die jungen Burschen Spaß haben, mit dem Ball am Fuß ihre Stärken zu zeigen. Das überträgt sich dann auf die Teamleistung." Ähnlich sieht es Rainer Koch, der die Hallentruppe als verantwortlicher Coach betreut. "Der Fußballer will immer seine beste Leistung abrufen und noch dazu auf so einem engen Raum." Und da bestechen die quirligen Stätzlinger durch viel Technik.
Endraß freut sich in den Gruppenspielen auf das Wiedersehen mit Stätzlings früherem Erfolgstrainer Bobby Riedl. Der betreut seit vergangenem Sommer den TSV Haunstetten. "Wir haben eine Hammergruppe erwischt", ist Endraß aber dennoch überzeugt, "dass wir den Sprung ins Halbfinale schaffen. Dahin will die Mannschaft schon selbst und alles weitere ist dann Zugabe." Der schwäbische Titelträger von 2018 hat sich durchaus wieder ein ansprechendes Ziel gesetzt.
In der Gruppe treffen die Stätzlinger neben dem TSV Haunstetten auch auf den Bezirksliga-Konkurrenten Kissinger SC. Die Elf um Coach David Bulik zeigte beim Vorrundenturnier in Friedberg einmal mehr, dass sie eine technisch versierte Truppe hat und bei der Vergabe des Titels durchaus eine Rolle spielen kann. Wie ebenso auch die in der Kreisklasse spielende zweite Garnitur des Landesligisten Türkspor Augsburg.
In der Gruppe 2 trägt Viktoria Augsburg die Favoritenbürde. Der Fünfte der Bezirksliga Süd wird in Dasing mit einer kombinierten Mannschaft vertreten sein und dort auf dem Weg ins Halbfinale drei Kreisklassisten vorfinden. Der Türkische Jugend- und Kulturverein Augsburg mit Trainer Ali Senergil zeigte in Friedberg eindrucksvoll, wie packend Futsal sein kann. Ebenso wie auch die SpVgg Bärenkeller unter der Regie von Coach Ferdinand Totterer und wie der Hausherr TSV Dasing.
Jürgen Schmid hat sich mit seinem Team erneut für die Finalrunde "Dahoam" qualifizieren können und will den Besuchern wie im Vorjahr, als sein Team inoffizieller Landkreismeister wurde, wieder eine gute Vorstellung abliefern. "Meine Jungs wollen immer spielen und das zeigt dann auch die Begeisterung auf dem Parkett." Er will aber keinen Druck aufbauen, eine Vorgabe gibt es nicht. "Natürlich will man immer sein Bestes abrufen", so Schmid, der sich wünscht, "dass man Futsal noch mit mehr Begeisterung nach vorne bringt." Zumal gerade der Nachwuchs ihn gelernt bekommt und mit dem neuen Regelwerk aufwächst.

Von Reini Rummel


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Veröffentlicht am 28.12.2018 23:00 Uhr




 

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