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Hürzeler trifft wieder - FCP gewinnt in Rosenheim 1:0

Rosenheim - "Natürlich ist dieses Spiel etwas Besonderes für mich. Ich habe drei Jahre als Spielertrainer in Pipinsried gearbeitet und kenne noch sehr viele Spieler", erklärte Rosenheims Coach Tobias Strobl vor dem Regionalliga-Spiel gestern Abend gegen seinen Ex-Verein, nachdem er einige Pipinsrieder herzlich begrüßt hatte. Nach dem Spiel war Strobl nicht mehr so gut gelaunt: "Wir haben viele Fehler gemacht, haben technisch unsauber gespielt und in der zweiten Halbzeit hat mir die Körpersprache meines Teams nicht gefallen."

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Die Gäste aus Pipinsried hatten Strobls Mannschaft quasi entzaubert und machten sich mit einem 1:0 (0:0)-Sieg auf die Heimreise. Es war der dritte Auswärtssieg der Gelb-Blauen mit dem knappsten aller Ergebnisse. Und wie vor sechs Wochen im Grünwalder Stadion gegen Bayerns "Zweite" erzielte Fabian Hürzeler das Tor des Tages. Der FCP-Spielertrainer wird aber am Dienstag gegen Schalding fehlen; er sah die fünfte gelbe Karte.
Der FCP gewann nicht unverdient, denn die Rosenheimer fanden fast über die gesamte Spielzeit kein Mittel, die diszipliniert und gut stehende Pipinsrieder Mannschaft in Schwierigkeiten zu bringen. "Unser Plan ist aufgegangen. Wir haben die Räume eng gemacht, sind gut gestanden und als wir im Spiel waren, sind wir frecher geworden. Wir haben verdient gewonnen", resümierte Hürzeler. Die Gäste besiegten die Sechziger mit deren Waffen, setzten die Roten oft schon am eigenen Strafraum unter Druck und verhinderten damit einen gezielten Spielaufbau der Sechziger, die erst in der 26. Minute erstmals aufs Gästetor abschlossen. Anders die Pipinsrieder, die handlungsschneller wirkten, immer Überzahl am Ball schufen und in der ersten Halbzeit kaum einmal in Gefahr gerieten. Der Aufsteiger hatte seinerseits ein paar gefährliche Abschlüsse, vor allem, wenn sich Christoph Burkhard den Ball für eine Standardsituation zurechtlegte.
Nach Wiederbeginn und mit der Einwechslung von Korbinian Linner wurden die Sechziger gefährlicher und hatten die Riesenchance zur Führung. Pius Krätschmer spielte Danijel Majdancevic frei, und der zielte völlig unbedrängt vor Torhüter Thomas Reichlmayr am rechten Pfosten aus der Sicht des Schützen vorbei. "Das war für mich die spielentscheidende Szene. Wenn Dani das Tor macht, gewinnen wir", war sich Rosenheims Sportlicher Leiter Hansjörg Kroneck nach dem Spiel sicher. Im Gegenzug hatte Pipinsried die Riesenchance zur Führung durch Manuel Müller, dessen Schuss Wiggerl Räuber von der Linie holte.
Der Siegtreffer gelang den Gästen in der 65. Minute, als Fabian Hürzeler den Ball nach einem Burkhard-Freistoß mit Hilfe der Rosenheimer ins Tor schummelte. "Das war kein Freistoß, mit der Schiedsrichterleistung war ich nicht zufrieden. Jede Kleinigkeit wurde gepfiffen, das hatte nichts mit Regionalliga-Fußball zu tun", sagte Kroneck hinterher. Den Pipinsriedern war das egal. Sie überstanden auch noch zwei Chancen der Sechziger durch Markus Einsiedler und durften nach dem Schlusspfiff jubeln.
"Wir haben nach einer super Leistung verdient gewonnen", bilanzierte FCP-Manager Roman Plesche, "die Mannschaft war hervorragend eingestellt, dagegen haben die Rosenheimer keinen Plan gehabt." Aus einem geschlossen starken Team hob Plesche Innenverteidiger Luis Grassow und Stürmer Manuel Müller noch explizit hervor.
Vor dem Spiel gedachten beide Mannschaften mit einer Schweigeminute des am vergangenen Sonntag tödlich verunglückten Schiedsrichters Steffen Mix, die Sechziger spielten außerdem mit Trauerflor.
TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter; Lenz, Denz (73. Höhensteiger), Köhler, Krätschmer, Maier, Krüger (46. Linner), Mayerl, Räuber, Einsiedler, Majdancevic.
FC Pipinsried: Reichlmayr; Liebsch, Grassow, Achatz, Schuster, Grahammer, Hürzeler, Berger (75. Tosun), Burkhard, Arik (90. Herzig), Müller (85. Goia).
Tor: 0:1 Hürzeler (65.). - Schiedsrichter: Schieder (Weiden) - Zuschauer: 330. - Gelb-Rot: Maier (Rosenheim/wiederholtes Foulspiel/84.).

Von Hans-Jürgen Ziegler
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Veröffentlicht am 29.09.2017 23:03 Uhr




 

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