Inchenhofen    

Leahad investiert kräftig

Inchenhofen - Die Beratung des Verwaltungs- und Vermögenshaushalts nimmt in manchen Gemeinden viel Raum ein, schließlich geht es ums Eingemachte, sprich die Finanzen, ohne die nichts läuft. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Inchenhofen am Dienstagabend haben sich die Räte offenbar schon vorberaten: Gerademal 15 Minuten dauerte es, bis das Gremium den Millionen-Haushalt durchgewunken hatte. Große Nachfragen gab es nicht, das einzige, was die Räte zu interessieren schien: Wie geht es mit dem Bauhof weiter?

Dabei ist das Investitionsprogramm des Marktes durchaus beachtlich. Mehrere Millionen Euro nimmt die Gemeinde allein in diesem Jahr in die Hand. Das neue Feuerwehrhaus und die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs schlagen 2018 mit 1,6 Millionen Euro zu Buche, für den Straßenbau gibt Inchenhofen 1,4 Millionen aus, für den Breitbandausbau 680.000 Euro und für Kulturpflege und Kirche 164.000 Euro.
Trotz des hohen Investitionsvolumens muss der Gemeinde aber nicht bang werden. Die Einnahmen fließen. Bei der Gewerbesteuer wird für 2018 eine merkliche Steigerung erwartet. Die allgemeinen Zuweisungen und Steuern schlagen 2018 mit 3,6 Millionen Euro zu Buche. Der Ansatz des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer beläuft sich auf 1,4 Millionen Euro. Insgesamt ergeben sich im Verwaltungshaushalt Mehreinnahmen von 608.000 Euro.
Dies alles will natürlich auch verwaltet werden. Entsprechend ergeben sich 2018 Personalkosten von 664000 Euro. Heinrich Schoder (CSU) fragte in dem Zusammenhang nach, warum im Haushalt vorgesehen sei, den Bauhof personell aufzustocken. "Darüber sollten wir uns grundsätzlich Gedanken machen", meinte der CSU-Mann.
Schoder erinnerte daran, dass der Bauhof beim Kindergarten-Bau sehr hilfreich gewesen sei. "Da konnten wir uns viel Geld sparen", stellte er fest.
Bürgermeister Karl Metzger antwortete, dies seien Einzelfälle gewesen. Der Bauhof solle zwar schlagkräftig bleiben, gleichzeitig sei es aber nötig geworden, die Arbeit in der Kläranlage auszugliedern. "In Sachen Winterdienst müssen wir noch prüfen, wie es weitergeht", so der Bürgermeister.
Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt rund 700.000 Euro, den Betrag hat die Gemeinde quasi auf der hohe Kante. Eine Kreditaufnahme ist 2018 nicht erforderlich, Leahad ist zudem schuldenfrei.

Von Thomas Winter


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Veröffentlicht am 25.07.2018 23:00 Uhr




 

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