Inchenhofen    

Das Wort ist Bild geworden: Künstler gestalten das Markus-Evangelium

Inchenhofen - Die Sprache der Bibel ist kraftvoll und bildlich. Das fasziniert George Banzer, und deshalb hat er nun schon das zweite Buchprojekt herausgegeben, in dem biblische Themen eine ganz eigenen Verbindung von Text und Bild eingehen. Bei seinem jüngsten Band hat er mit nicht weniger als 103 Künstlern zusammengearbeitet - und damit soll noch lange nicht Schluss sein.

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Im vergangenen Jahr berichteten wir ausführlich über "Mit Kinderaugen den Glauben sehen". Die Ausstellung und das resultierende Buch hat Banzer mit Kindern der Grundschule Inchenhofen, wo er Religion unterrichtet, realisiert. Die Kinder malten dabei nicht nur Bilder zu religiösen Themen, sie verfassten auch Texte, und das kam so gut an, dass sogar Landtagspräsidentin Barbara Stamm ein Vorwort beisteuert und Weihbischof Florian Wörner zur Präsentation nach Inchenhofen kam.
Zu dieser Zeit arbeitete Banzer zusammen mit seinem Partner Ludwig Brandl schon an dem nächsten Buch, einem ehrgeizigen Projekt: einem Bildband zum Markus-Evangelium.
Dazu teilte Banzer, Christ aus Palästina, Religionslehrer, Arabisch-Dozent, Schriftsteller und Kosmopolit, das Evangelium in der Übersetzung des Eichstätter Theologie-Professors Josef Kürzinger in 103 Szenen ein - und suchte dann 103 Künstler, die sich in die Textstellen vertiefen, darüber nachdenken, sie interpretieren und schließlich ein Bild malen sollten.

"Das Evangelium nach Markus. Wort und Bild im Dialog - Ein Eichstätter Kunstprojekt" ist herausgegeben von George Banzer und Ludwig Brandl und im EOS-Verlag Sankt Ottilien erschienen. 232 Seiten, 49,95 Euro.

Von Dr. Berndt Herrmann


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Veröffentlicht am 01.09.2017 23:00 Uhr




 

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