Inchenhofen    

Inchenhofen: Feuerwehrhaus in Schräglage

Inchenhofen - Hanglage klingt in Immobilien-Prospekten immer etwas romantisch, nach schöner Aussicht und Exklusivität. Beschönigt wird damit meist Folgendes: nämlich, dass das Gelände eigentlich steil und nur mit hohem Kostenaufwand zu erschließen ist. Das gilt wohl auch für den neuen Standort der geplanten Inchenhofener Feuerwehr.

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Eben wegen der Hanglage sprach sich die Bürgerwille-Fraktion um Bürgermeister Karl Metzger in der Abstimmung im Oktober vehement gegen das Grundstück aus. Sie sah sich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag nun bestätigt. Es ging um den Billigungs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan "Sondergebiet Feuerwehrhaus". Und es stellte sich heraus: Das Grundstück am Ortsausgang von Inchenhofen Richtung Sainbach ist steiler als gedacht. Zur Erinnerung: Das von der CSU-Fraktion im Gemeinderat favorisierte Grundstück liegt auf der rechten Seite zwischen Ortsausgang und Wasserhäuschen. Es grenzt direkt an den mit Büschen und Bäumen bestandenen Feldweg und wird rund 4000 Quadratmeter umfassen. Zwischen Wasserhaus und Feuerwehr-Gelände bleibt ein kleinerer Streifen frei. Im Süden schließt der Standort mit der Kreisstraße ab.
Von der Straße bis zum nördlichen Rand beträgt der Höhenunterschied neun Meter. Das gab Landschaftsarchitektin Katrin Mohrenweis bei der Sitzung bekannt. Der Unterschied entspricht der Höhe eines zweistöckigen Hauses, vom Boden bis zum First. "Da geht's ordentlich hoch", zeigte sich auch die Planerin überrascht von den Ergebnissen der Höhenmessung. Platt ob des Höhensprungs war auch Lorenz Nefzger. "Ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist", machte er seiner Verwunderung Luft. Er könne sich nicht recht vorstellen, wie das Feuerwehrhaus in dem Hang Platz finden solle - "vom Volumen her".
Anneliese Trübswetter fand noch deutlichere Worte. Sie sei in die Sitzung gekommen, um dem Bebauungsplan nicht zuzustimmen. Der jetzige Standort brächte der Feuerwehr nur Nachteile. Wenn es irgendwann zu einer Zentralisierung der Wehren komme, werde Leahad gegenüber Hollenbach, Kühbach oder Pöttmes den Kürzeren ziehen. "Ich war schon immer gegen das Grundstück, das wird ein Mammutprojekt", sagte die Bürgerwille-Vertreterin und erklärte, sie würde nur für den Bebauungsplan stimmen, damit die Feuerwehr möglichst schnell ein neues Gebäude bekommt. Klaus Strobl widersprach. Man müsse sich mit einer Entscheidung, die demokratisch gefallen ist, abfinden, wies er Trübswetter zurecht.

Von Thomas Winter Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe der AICHACHER ZEITUNG vom 23. März 2017.


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Veröffentlicht am 13.07.2017 00:00 Uhr




 

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