Hilgertshausen    

1000 Jahre Erfahrung

Hilgertshausen (osj) Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hilgertshausen legte Kommandant Rudi Effner eine beeindruckende Jahresbilanz 2010 vor: Die 54 Dienstleistenden in der Hilgertshausener Wehr hatten im vergangenen Jahr 26 Einsätze.

<p>1000 Jahre Erfahrung </p>

Hauptsächlich wurden die Floriansjünger zu Verkehrsunfällen gerufen, aber auch größere Brände erforderten viel fachliches Wissen in der Löschtechnik. Effner holte weit aus und stellte fest, dass 94 Prozent der Deutschen hohes Vertrauen in die Feuerwehr haben.

Dass die Wehr in Hilgertshausen für die Bürgerinnen und Bürger enorm wichtig sei, betonte Bürgermeister Hans Kornprobst, nachdem er die Einsatz- und Übungsbilanz vernommen hatte. Das hohe Vertrauen, das die Bürger den Feuerwehrlern entgegenbringen, sollte Ansporn sein für Menschen, die Herausforderungen suchen, die Verantwortung übernehmen und die Teil einer starken Gemeinschaft werden wollen.

Das Durchschnittsalter in der Hilgertshausener Wehr beträgt 37 Jahre. „Insgesamt haben wir 927 Jahre Feuerwehr-Erfahrung verfügbar“, unterstrich Effner und warb auch für die 1993 gegründete Jugendfeuerwehr. Die gewachsene Gemeinschaft sei typisch für das kameradschaftliche Miteinander in der Wehr. Von den 54 Aktiven stammen 24 aus der Jugendfeuerwehr. Die Jugendarbeit sei auch in Zukunft unverzichtbar. Nicht verzichten könne man zudem auf eine gute Aus- und Fortbildung und den regelmäßigen Besuch der Übungen.

Neben den Übungen vor Ort haben 2010 neun Spritzenmänner an externen Ausbildungslehrgängen teilgenommen. So wurden Atemschutzgeräteträger, Gerätewarte und Gruppenführer ausgebildet. An der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg sei auch ein Lehrgang für technische Hilfeleistung besucht worden. Auch die Absturzsicherung sei für drei Dienstleistende Thema gewesen. Die erweiterte medizinische Notfallausbildung zum Feuerwehr-Ersthelfer haben 16 Kameraden absolviert.

Effner kam auch auf den Förderkreis Opel Blitz zu sprechen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den vorhandenen Feuerwehr-Oldtimer zu erhalten. Diesem Förderkreis gehören mittlerweile 26 Feuerwehrler an.

Dass die Wehr seitens der Gemeinde bei der Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen nicht stiefmütterlich behandelt werde, betonte Effner besonders. „Ich bin froh, dass es noch Menschen gibt, die für andere durchs Feuer gehen. Setzen wir alles daran, dass es auch in Zukunft so bleibt“, so Effners Schlusswort

Über das Geschehen im 120 Mitglieder zählenden Feuerwehrverein berichtete Vorsitzender Gerd Knöferl. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass hier die Geselligkeit nicht zu kurz kommt. Man habe ein Maifest veranstaltet und das Schützenjubiläum in Alberzell sowie das Feuerwehrfest in Ruppertszell besucht.

Der Höhepunkt im Vereinsjahr aber war zweifelsohne das Fest anlässlich des 125-jährigen Bestehens, das in der Schormair-Halle gefeiert wurde. Der Wettergott war den Hilgertshausern wohlgesonnen, so dass diese drei Tage vielen unvergessen bleiben werden. Knöferl erinnerte auch an die gut besuchten Veranstaltungen im Rahmen der Fußball-WM und die Teilnahme einer 15-köpfigen Abordnung an der Saisonabschlussfeier des Harley-Clubs „Miles and more“ in München. Zu den „Highlights“ im Vereinsjahr zählte Knöferl auch den Feuerwehrausflug nach Oberwesel und Heidelberg.

Eine ehrenvolle Aufgabe war für Knöferl und Effner die Beförderung von Christian Oswald zum Hauptfeuerwehrmann. Sie würdigten Oswalds Engagement beim Gruppenleiter-Lehrgang und überreichten eine Urkunde.



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Veröffentlicht am 27.01.2011 16:56 Uhr




 

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