Hilgertshausen    

Zweiter Kandidat für Hilgertshausen-Tandern?

Hilgertshausen-Tandern - Bis dato sah es so aus, als würde die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, die am Sonntag, 19. März, stattfindet, eine eher langweilige Angelegenheit. Der Hilgertshausener Markus Hertlein, den die Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern (WGHT) Mitte Dezember mit Zweidrittel-Mehrheit nominierte, war der einzige Kandidat. Das soll sich nun ändern: Ein weiterer Hilgertshausener - Norbert Schneider, der bei der Nominierung Hertleins das Nachsehen hatte -, geht eigene Wege. Der 39-jährige Schreinermeister, der CSU-Mitglied ist, will sich unter einer freien Gruppierung, die er Bürgerunion Hilgertshausen-Tandern nennt, als Bürgermeisterkandidat zur Wahl stellen.

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Um diesen Plan in die Realität umsetzen zu können, braucht er 80 Unterstützer-Unterschriften. Das hält Norbert Schneider für machbar.
Viele Bürger hätten ihn darin bestärkt, zu kandidieren. Sie setzen dem Vernehmen nach große Stücke in den Zweiten Vorsitzenden des TSV Hilgertshausen und wollen bei der Bürgermeisterwahl eine Alternative haben. Auch die CSU in Tandern und die Tanderner Bürgerliste haben Schneiders Kandidatur begrüßt, war zu erfahren.
Der gebürtige Hilgertshausener will noch im Januar zu einer Nominierungsversammlung einladen und hier den Bürgern seine Vorstellungen zur künftigen Gemeindeführung unterbreiten.
Als Bürgermeister möchte Schneider gemeinsam mit dem Gemeinderat die Gemeinde zukunftsfähig gestalten. "Nachhaltiges und wirtschaftliches Denken ist mir wichtig", sagt er.
Er akzeptiert, dass die WGHT nur einen Kandidaten ins Rennen schicken wollte. Ein demokratisches Instrument wie eine Wahl verlange andererseits die Möglichkeit, der Bevölkerung eine freie Wahlmöglichkeit einzuräumen. Gute Chancen verspricht er sich auch bei den Bürgern aus Tandern. Eine Rivalität der Ortsteile oder den früheren Gebietsreformstreit, der viele Entwicklungen und Entscheidungen der Vergangenheit beeinflusst hat, sieht der Unternehmer als Vergangenheit an.

Von Josef Ostermair


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Veröffentlicht am 11.01.2017 09:48 Uhr




 

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