Dasing    

Gelbe Tonne: Bund Naturschutz und ÖDP wollen Bürgerbegehren verschieben

Dasing – Der Bund Naturschutz und die ÖDP machen sich bereit, den Kampf um das bessere Müllkonzept, der in den 1980er und 90er Jahren ausgefochten worden ist, wieder aufzunehmen. Auslöser ist die Ankündigung der Jungen Union (JU) Aichach-Friedberg, im Herbst ein Bürgerbegehren zur Einführung der gelben Tonne in die Wege zu leiten. Die Umweltschützer lehnen diesen Vorstoß ab: Die gelbe Tonne bedeutet für sie mehr umweltschädliche Müllverbrennung. Nur das Bringsystem mit Wertstoff-Sammelstellen garantiert nach Ansicht des Gastreferenten, Josef „Sepp“ Metzger von der Aktionsgemeinschaft Lechleite, dass Plastik, Glas oder Metalle tatsächlich wiederverwertet werden.

<p>Sammelstellen behalten </p>

Das Interesse der Bürger an der Infoveranstaltung im Dasinger Bäckerwirt war allerdings recht gering. Nur etwa 20 Interessierte opferten bei idealem Biergartenwetter den Abend, darunter ein JU-Mitglied.

Eine Diskussion fand nur ansatzweise statt. Der JU-Vertreter blieb ungenannt und meldete sich auch nicht zu Wort. Ein handfester Streit war freilich nicht zu erwarten, denn Metzger räumte freimütig ein, es gebe ebenso Argumente für die Wertstoff-Sammelstellen oder die gelbe Tonne, beziehungsweise den gelben Sack, wie dagegen. Er plädierte letztlich dafür, das Bürgerbegehren zu verschieben. Zum 1. Januar kommenden Jahres trete ein neues deutsches Wertstoffgesetz in Kraft; dann müsse die Frage eventuell ganz neu gestellt und beantwortet werden.



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Veröffentlicht am 05.03.2015 22:03 Uhr




 

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