Affing    

Ein echtes Schmuckstück

Bergen - Sie bewegten sich im Kostenrahmen und wurden pünktlich zur Einweihung fertig: Die neue Sporthalle der staatlichen Realschule in Bergen in der Gemeinde Affing sowie die Mensa. Rund sieben Millionen Euro kostete das Bauprojekt, das gestern von Pfarrer Max Bauer geweiht wurde. Den Schülern ermöglicht die Halle Sport auf dem Schulgelände und den ansässigen Vereinen soll sie ausreichend Platz geben.

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Die Musik aus Fluch der Karibik, gespielt vom Schulorchester, klingt gerade aus, als Affings Bürgermeister die Bühne betritt. Markus Winklhofer sieht in der Einweihung des Neubaus einen besonderen Akt. Ein Projekt in dieser Größenordnung mit begleiten zu dürfen, ehre ihn. Die Größenordnung, von der Winklhofer gestern sprach, liegt auf der Hand. Der Bau der Halle war nicht unumstritten - zumindest was ihre Größe angeht. Sieben Meter ist sie hoch, und damit eineinhalb Meter höher als für Schulturnhallen üblich. Der Grund: Die Affinger Sportvereine wollten die Halle für Sportereignisse wie zum Beispiel Volleyballturniere mit nutzen. Ein Bürgerbegehren zur Verlängerung der Halle auf 44 Meter scheiterte 2015. Jetzt ist das Gebäude zwar 27 Meter lang und 20 Meter breit, dafür aber sieben Meter hoch. Hinzu kommen blendfreie Fenster und ein in die Decke integriertes Traversensystem zur Ausleuchtung einer mobilen Bühne. Initiiert wurde das Projekt 2009 vom ehemaligen Bürgermeister, Kreisrat Rudi Fuchs, sowie Ex-Landrat Christian Knauer. Letztlich wurde die Einrichtung einer staatlichen Realschule in Bergen im November 2009 im Kreistag beschlossen. Die vorher in Bergen ansässige Hauptschule zog anschließend nach Aindling um. Der Gebäudekomplex am Ortseingang von Bergen wurde saniert, durch eine Aula - nach dem Baubeschluss im Dezember 2014 - durch eine Sporthalle mit Mensa ergänzt. Für die Gemeinde sei der Neubau von zentraler Bedeutung, wie Winklhofer erklärte. Zu den beiden staatlichen Realschulen in Aichach und Friedberg gesellt sich somit die dritte des Landkreises. Diese und die dazugehörige Turnhalle seien nicht nur "ein echtes Schmuckstück", wie sowohl Landrat Klaus Metzger im Rahmen seines Grußwortes als auch Rudi Fuchs im Gespräch mit unserer Zeitung betonten. Vor allem hätten die Vereine nun drei Örtlichkeiten, an denen sie Sport betreiben können, meinte Winklhofer, der den Neubau als einen "Quantensprung für Vereine" bezeichnete.
Sigrid Kehlbach, seit knapp sechs Jahren Rektorin der Realschule in Affing, erinnert sich zurück an die alte Turnhalle, in der man bei Regen "gerne mal zum Wischmop" habe greifen müssen. Die Ästhetik der neuen Schulanlage lobte sie. Neben der neuen Mensa für rund 1,75 Millionen Euro machte sie auf die Klassenräume mit Ausblick auf den Innenhof und die Landschaft aufmerksam und hob die moderne Heizanlage der 4,9 Millionen Euro-Turnhalle hervor. "Wir haben eine Halle mit Fußbodenheizung." Die Heizzentrale kostete rund 440 000 Euro. Der Landkreis beteiligte sich mit rund drei Millionen, der Freistaat, gestern vertreten durch Peter Tomaschko, mit 2,7 Millionen Euro am Bauprojekt. Das gefiel Architekt Jürgen Dennerle, der im Anschluss an die Segnung des Neubaus durch Pfarrer Max Bauer auf die hochwertige Bauweise der Halle aufmerksam machte. "Es ist schön, wenn jemand bereit ist, in diese Qualität zu investieren", so der Architekt, bevor er den symbolischen Schlüssel aus Brezenteig übergab. Gut sieben Millionen Euro für sieben Meter hohe Turnhalle und Mensa

Von Bastian Brummer
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Veröffentlicht am 26.09.2017 23:00 Uhr




 

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