Veröffentlicht am 20.07.2014 20:33

FC Pipinsried: Remis statt Revanche

<p> <x_bildunterschr> <b>Der Australier Jonathan Färber, </b> Rosenheims neuer Keeper, stellt sich dem abziehenden Pipinsrieder Abwehrchef Christian Adrianowytsch entgegen. Links der Franzose Marvin Torvic, ein weiterer Neuzugang der Sechziger.  Foto: Horst Kramer </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Der Australier Jonathan Färber, </b> Rosenheims neuer Keeper, stellt sich dem abziehenden Pipinsrieder Abwehrchef Christian Adrianowytsch entgegen. Links der Franzose Marvin Torvic, ein weiterer Neuzugang der Sechziger. Foto: Horst Kramer </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Der Australier Jonathan Färber, </b> Rosenheims neuer Keeper, stellt sich dem abziehenden Pipinsrieder Abwehrchef Christian Adrianowytsch entgegen. Links der Franzose Marvin Torvic, ein weiterer Neuzugang der Sechziger. Foto: Horst Kramer </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Der Australier Jonathan Färber, </b> Rosenheims neuer Keeper, stellt sich dem abziehenden Pipinsrieder Abwehrchef Christian Adrianowytsch entgegen. Links der Franzose Marvin Torvic, ein weiterer Neuzugang der Sechziger. Foto: Horst Kramer </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Der Australier Jonathan Färber, </b> Rosenheims neuer Keeper, stellt sich dem abziehenden Pipinsrieder Abwehrchef Christian Adrianowytsch entgegen. Links der Franzose Marvin Torvic, ein weiterer Neuzugang der Sechziger. Foto: Horst Kramer </x_bildunterschr> </p>

Die Exkursion ins Voralpenland startete mit Hindernissen: Strobl und seine „Ingolstädter Fraktion“ (darunter Co-Trainer Max Zischler und Torjäger Serge Yohoua) trafen mit gehöriger Verspätung ein – sie hatten die Staulage falsch eingeschätzt. Referee Benedikt Öllinger verschob die Partie um eine halbe Stunde. Schon aus Eigeninteresse: Denn seine Assistenten hatten es gleichfalls nicht geschafft, rechtzeitig am Ort des Geschehens zu sein.

Strobl stellte fast wie erwartet auf. Mit einer Ausnahme: Thomas Berger stand für den indisponierten Junis Ibrahim (Schleimbeutelentzündung) in der Startelf. Ansonsten durfte Dominik Schön wieder von Anfang die Fäden ziehen. Auf Rosenheimer Seite fanden sich nur zwei Kicker (Schramme, Einsiedler) aus der Relegations-Anfangself wieder, mit der es der FCP Ende Mai an gleicher Stelle zu tun hatte.

Tatsächlich übernahmen der FCP (erstmals in seinen neuen schwarzen Auswärtstrikots) schnell die Kontrolle auf dem extra gewässerten Spielfeld. Die Hausherren warteten ab. Serge Yohoua sorgte für das erste Oha-Erlebnis, als er einem Rosenheimer den Ball vom Fuß stahl und aus spitzem Winkel knapp verzog (4.). Es ging munter weiter: Pipinsried versuchte über die schnellen Giovanni Goia und Thomas Berger Gefahr über die Flügel zu erzeugen, mit einigem Erfolg. Umso überraschender die Rosenheimer Führung: Nach einem Ballverlust Strobls in der Vorwärtsbewegung durfte Nicholas Helmbrecht ungestört von rechts flanken, Frederik Schramme schob aus drei Metern ein (1:0, 19.). Der FCP erhöhte den Druck: Ein Fischer-Freistoß mündete in eine von vielen Ecken. Strobl brachte das Leder von links in den Strafraum, Yohoua donnerte es an den Pfosten, Fischers Nachschuss aus 25 Metern saß dagegen perfekt (1:1, 23.).

Rosenheim wackelte, speziell bei Standards. Der neue Keeper, der Australier Jonathan Färber, hatte Schwierigkeiten bei hohen Bällen. Und bei den energischen Antritten von Goia und Yohoua. Kurz vor der Pause setzte sich der Ivorer rechts gegen drei Sechziger an der Grundlinie durch und legte auf Grahammer zurück. Doch der Ex-Brucker verzog (43.). Eine Pipinsrieder Führung zur Halbzeit wäre mehr als gerecht gewesen.

Nach der Pause ging es munter weiter. Doch nun auf beiden Seiten. Nicht zuletzt, weil die Heimelf es mit agressivem Pressing versuchte – und der FCP prompt seine Grundordnung verlor. Trotzdem hatte die Strobl-Elf Chancen. Zweimal durch Yohoua. Warum er sich in der 48. Minute fünf Meter vor dem Rosenheimer Kasten fallen ließ, anstatt abzuschließen, bleibt sein Geheimnis (48.). Elf Minuten später stand Yohoua wieder im Mittelpunkt, als er allein auf Färber zustürmte, aber die Kugel vertändelte. Immerhin konnte der Ex-Profi noch zu Schön schieben, aber dessen 17-Meter-Schuss wehrte ein Rosenheimer auf der Linie ab (59.). Im Gegenzug feuerte Marinus Weber den Ball aus fünf Metern in den vierten Stock (60.). Dann setzte ein deftiger Regen ein und dazu ein heftiger Wind, der den Kickern aus dem Dachauer Hinterland dummerweise mitten ins Gesicht blies. Der Spielfluss war dahin. Strobl wechselte dreimal, brachte aber keinen neuen Schwung mehr in die Partie.

Färber – Obermair, Torvic, Lenz, Helmbrecht – Karakostov (57. Shabani), Köhler – Kunze, Schramme (89. Caner), Weber (72. Sejdiu) – Einsiedler.

Antoni – Grahammer, Adrianowytsch, Zischler, Schuster – Fischer, Strobl – Goia (79. Eisgruber), Schön, Berger (66. Herger) – Yohoua (82. Kubica).

1:0 (19.) Schramme, 1:1 (23.) Fischer – Öllinger (Riedlhütte) – 180 – Schramme, Shabani/Schuster.

Von Horst Kramer


Von HWalther
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