Der Jahresrückblick 2023 der Aichacher Zeitung
Veröffentlicht am 24.03.2010 22:02

Aindlings Abschlussschwäche rächt sich

<p> <x_bildunterschr> <b>Da war die Welt am Schüsselhauser Kreuz schwer in Ordnung. </b> Esat Yaz (links) hat keine Mühe, die Vorlage von Christian Doll (nicht im Bild) zum 1:0 zu verwerten. Sieben Viertelstunden später gab’s beim TSV Aindling hängende Köpfe. Das 1:2 gegen Seligenporten war die erste Heimniederlage seit dem 16. August. <tab/>Foto: Kerpf </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Da war die Welt am Schüsselhauser Kreuz schwer in Ordnung. </b> Esat Yaz (links) hat keine Mühe, die Vorlage von Christian Doll (nicht im Bild) zum 1:0 zu verwerten. Sieben Viertelstunden später gab&rsquo;s beim TSV Aindling hängende Köpfe. Das 1:2 gegen Seligenporten war die erste Heimniederlage seit dem 16. August. <tab/>Foto: Kerpf </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Da war die Welt am Schüsselhauser Kreuz schwer in Ordnung. </b> Esat Yaz (links) hat keine Mühe, die Vorlage von Christian Doll (nicht im Bild) zum 1:0 zu verwerten. Sieben Viertelstunden später gab&rsquo;s beim TSV Aindling hängende Köpfe. Das 1:2 gegen Seligenporten war die erste Heimniederlage seit dem 16. August. <tab/>Foto: Kerpf </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Da war die Welt am Schüsselhauser Kreuz schwer in Ordnung. </b> Esat Yaz (links) hat keine Mühe, die Vorlage von Christian Doll (nicht im Bild) zum 1:0 zu verwerten. Sieben Viertelstunden später gab&rsquo;s beim TSV Aindling hängende Köpfe. Das 1:2 gegen Seligenporten war die erste Heimniederlage seit dem 16. August. <tab/>Foto: Kerpf </x_bildunterschr> </p>
<p> <x_bildunterschr> <b>Da war die Welt am Schüsselhauser Kreuz schwer in Ordnung. </b> Esat Yaz (links) hat keine Mühe, die Vorlage von Christian Doll (nicht im Bild) zum 1:0 zu verwerten. Sieben Viertelstunden später gab&rsquo;s beim TSV Aindling hängende Köpfe. Das 1:2 gegen Seligenporten war die erste Heimniederlage seit dem 16. August. <tab/>Foto: Kerpf </x_bildunterschr> </p>

Die Aindlinger, wie angekündigt ohne die verletzten Qemajl Beqiri und Scheifel (wurde später eingewechselt), begannen so schwungvoll, wie sie vor drei Tagen beim 2:2 gegen Unterhaching aufgehört hatten. Das flotte Offensivspiel schlug sich auch alsbald im Ergebnis nieder. Nach Hönischs idealer Vorlage nach rechts auf Doll brauchte Yaz den Querpass seines Sturmkollegen aus zwei Metern nur noch über die Torlinie zu schieben (6.). Der TSV dominierte die Anfangsphase eindeutig, was aber auch keine Kunst war, da Seligenporten zunächst überhaupt nichts zustande brachte. Das missfiel Karsten Wettberg, der SVS-Trainer schimpfte an der Seitenlinie. Aindling versäumte es aber, seiner Überlegenheit weiter Nachdruck zu verleihen und zu erhöhen.

Als die Oberpfälzer nach 32 Minuten dann doch einmal gefährlich im TSV-Strafraum auftauchten, reklamierten sie nicht zu Unrecht gleich heftig Elfmeter nach Völkers Tackling gegen Räder, fanden bei Schiri Berg aber kein Gehör. Fast im Gegenzug war Doll ganz nahe an seinem 14. Saisontreffer. Er rannte allein auf den Gästekasten zu, scheiterte jedoch an Siegel. Die strittige Situation vor ihrem Tor erinnerte die Aindlinger daran, dass der sechste Saisonsieg längst nicht fixiert war. Also investierten sie wieder mehr in den Angriff, etwa durch Yaz. Als Hönisch nach dessen hohem Zuspiel zum Fallrückzieher ansetzte, köpfte ihm Brandl den Ball gerade noch weg (37.). Jobst wiederum blockte Dolls Schussversuch, so dass der TSV nach dem ersten Abschnitt ein angesichts der Spielanteile unbefriedigendes 1:0 quittieren musste.

Was nicht ist, kann ja noch werden, dachte sich die einmal mehr spärliche Kulisse, die sich eine Aindlinger Niederlage zu diesem Zeitpunkt nie und nimmer vorstellen konnte. Es war jetzt eigentlich an Seligenporten, die Initiative zu ergreifen. Worauf der Tabellenelfte aber weiterhin keine rechte Lust hatte. Ganz anders Doll. Der zog kurzentschlossen ab, worauf sich Siegel den Ball fast ins eigene Tor geworfen hätte (51.). Dann war Doll wieder aussichtsreich solo unterwegs Richtung Gästegehäuse. Aber anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte er mit hier unpassender Uneigennützigkeit für Fischer auf, den Köck in letzter Instanz bremste (58.). Wenn sich das nur nicht rächt, dachte sich mancher. „Wir brauchen unbedingt das zweite Tor“, meinte Fußballchef Josef Kigle.

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Geisler war wohl die Sicht versperrt, als Faltermeier aus dreißig Metern flach abzog und traf. Es sollte noch schlimmer kommen für den TSV. Yetkin behauptete sich an der linken Flanke, und seine Hereingabe rammte der soeben eingewechselte Rosinger aus einem Meter über die Torlinie. Wettberg hüpfte an der Seitenline vor Freude wie einst bei Sechzig als König von Giesing.

Von diesem Doppelschlag erholten sich die Aindlinger nicht mehr. Eine Linie war nun in ihrem Spiel nicht mehr erkennbar und mit der Brechstange allein Seligenporten nicht beizukommen. Ein furioser Endspurt wie gegen Unterhaching II gelingt halt nicht jeden Tag. Also schnappte sich Seligenporten dank Aindlings Abschlussschwäche drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Geisler – Eweka (57. Scheifel), Völker, Hübl, Degendorfer (65. Qendrim Beqirir) – Zerle, Fischer (79. Knauer) – Hönisch, Akdemirci – Yaz, Doll.

Siegel – Krauß, Jobst, Köck, Brandl – Räder, Faltermeier (88. Amtmann), Wolf, Bauer (76. Roth) – Yetkin – Grau (64. Rosinger).

Berg (Landshut).

220.

1:0 (6.) Yaz. 1:1 (67.) Faltermeier, 1:2 (70.) Rosinger.

Degendorfer, Akdemirci – Krauß.


Von HOberhauser
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