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Bernhard Seidenath bleibt CSU-Chef

Kleinberghofen (fh) Im Bürgerhaus in Kleinberghofen fand am Samstag die Delegiertenversammlung der CSU mit Neuwahl der Kreisvorstandschaft statt. Kreisvorsitzender Bernhard Seidenath wurde dabei eindrucksvoll als Vorsitzender im Amt bestätigt. Der Landtagsabgeordnete machte kurz vor der Europawahl Werbung für den CSU-Spitzenkandidaten Manfred Weber. Er sprach von einer großen Chance, einen Deutschen an die Spitze der EU-Kommission bekommen zu können.

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Mit einer überwältigenden Mehrheit wurde Bernhard Seidenath als Kreisvorsitzender wiedergewählt. Von 131 Kreisdelegierten erhielt er 124 Stimmen. Bei der Wahl der Stellvertreter gab es eine Überraschung. Nachdem die bisherigen Stellvertreter Rosmarie Böswirth, Eva Rehm, Helmut Zech und Tobias Stephan vom Kreisvorsitzenden erneut vorgeschlagen worden waren, wurde auch noch JU-Kreisvorsitzende Julia Grote ins Rennen geschickt. Grote wurde dann auch gewählt, Eva Rehm musste in der Konsequenz ihren Platz räumen.
Bürgermeister und Landratsstellvertreter Helmut Zech erhielt mit 110 Stimmen die meisten Stimmen, gefolgt von Tobias Stephan mit 103 Stimmen, Rosmarie Böswirth mit 88 Stimmen und Julia Grote mit 84 Stimmen. Eva Rehm scheiterte mit 63 Stimmen. Zum Schatzmeister wurde Stefan Huber wiedergewählt, Schriftführer sind Andreas Wagner und Michael Putterer. Die Wahlleitung hatte Landrat Stefan Löwl inne.
Vor den Wahlen berichtete Kreisvorsitzender Seidenath von einer guten Entwicklung im Kreisverband, der momentan 1395 Mitglieder zählt. Im vergangenen Jahr konnten 102 Neueintritte verbucht werden, deutlich mehr als im Vorjahr. Der Altersdurchschnitt liegt bei exakt 60 Jahren. Langsam, aber stetig steige auch der Frauenanteil. Momentan liegt er bei 21 Prozent. Seidenath, der seit der vergangenen Landtagswahl den Landkreis Dachau alleine im Landtag vertritt, dankte seinem früheren Landtagskollegen, dem BBV-Bezirkspräsidenten Anton Kreitmair, für die gute Zusammenarbeit. Mit Maria Riedlberger und Robert Simm verabschiedete er zwei ausgeschiedene Kreisvorstandschaftsmitglieder. Den Bericht der Mandatsträger führte Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler an, der vorher zur Neuwahl als Kreisvorsitzende in Fürstenfeldbruck gratuliert worden war. Staffler nahm zum Streitthema CO2-Steuer Stellung. Nicht nur das Volksbegehren zum Artenschutz habe gezeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz sowie Artenreichtum eine immer größere Rolle spielten. Die Notwendigkeit, für die Umwelt einzutreten, sah die Abgeordnete gegeben, es dürfe aber nicht zu einer Steuererhöhung durch die Hintertür kommen. Für den Bürger müsse eine solche Abgabe kostenneutral sein.
Landrat Stefan Löwl berichtete von den großen Herausforderungen der Landkreispolitik. Geprägt durch starkes Wachstum, müssen Bildungs- und Verkehrspolitik sowie die Eindämmung des Flächenverbrauches in Einklang gebracht werden. Gut angekommen sei seine Veranstaltungsreihe "Tacheles reden mit dem Landrat", die in Hebertshausen zu Ende gehen wird.


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Veröffentlicht am 19.05.2019 23:00 Uhr




 

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