Todtenweis    

Sanierungen stehen an

Todtenweis - Der Abwasserzweckverband Kabisbachgruppe hat einige Baustellen vor sich: Ende 2022 läuft die wasserrechtliche Genehmigung der Kläranlage aus, die erneuert werden muss. Außerdem stehen in den kommenden Jahren umfangreiche Betonsanierungen an einigen Becken an. Im aktuellen Haushalt macht sich das aber noch nicht bemerkbar - bisher laufen nur Kosten für Planungen auf.


Der von der Verbandsversammlung einstimmig abgesegnete Haushalt 2021 beläuft sich auf 1,41 Millionen Euro. Die für die Finanzierung nötige Umlage teilt sich wie folgt auf die drei Mitgliedsgemeinden auf: Aindling muss 481 000 Euro aufbringen, Petersdorf rund 92 000 Euro, Todtenweis 516 0000 Euro.
Allerdings werden die Umlagehöhen in den kommenden Jahren laut Kämmerer Andreas Grägel enorm steigen: 2023 ist mit einer Gesamtumlage von etwa 1,5 Millionen Euro zu rechnen. Der Grund dafür sind die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an verschiedenen Betonbecken auf der Kläranlage. Die Liste der Arbeiten ist lang, zunächst sollen drei Regenüberlaufbecken instand gesetzt werden. Dafür sollen der Todtenweiser Bürgermeister und Verbandschef Konrad Carl sowie die Verwaltung nun ein Planungsbüro suchen und den Auftrag vergeben. 2021 sind dafür rund 75 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Umgesetzt wird die Sanierung in den kommenden Jahren.
Ende 2022 läuft der wasserrechtliche Bescheid für die Kläranlage aus, er muss also zeitig erneuert werden. Dabei geht es um die nächsten 20 Jahre. Die Frage ist auch, wie sich die Mitgliedsgemeinden entwickeln wollen? Will man Gewerbegebiete schaffen oder für mehr Wohnbebauung sorgen? Darüber müssten sich die drei Kommunen dringend bald Gedanken machen, um dem Planungsbüro Auskunft geben zu können, wo man in 20 Jahren stehen will und was auf die Abwasseranlagen zukomme, meinte Karl Gamperl. Konrad Carl verwies darauf, dass man erst ein Büro finden und man sich auf dessen fachliche Einschätzung verlassen müsse. Allerdings sagte er zu, baldmöglichst bei Bedarf wieder eine Sitzung des Abwasserzweckverbands anzusetzen, wenn es darum gehe, welche Zahlen das Büro brauche. Die Versammlung erteilte Carl einstimmig den Auftrag, sich auf die Suche nach Planern zu machen, die sich um den neuen wasserrechtlichen Bescheid kümmern. Die Gemeinden sollen laut Beschluss rechtzeitig eingebunden werden.
Um für mehr Arbeitssicherheit zu sorgen, stellte Betriebsleiter Andreas Ehleider ein Fahrzeug mit Kran vor, das die Versammlung genehmigte. Es soll rund 65 000 Euro kosten.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 12.03.2021 18:46 Uhr