Todtenweis    

Herausforderung: Bauland schaffen

Todtenweis (brs) Bürgermeister Konrad Carl konnte beim Neujahrsempfang im Gasthaus Golling in Todtenweis neben den Neubürgern auch jene begrüßen, die im vergangenem Jahr ihre Volljährigkeit erreicht haben und damit alle Rechte und Pflichten wahrnehmen können. In einem kurzen Rückblick ging er auf das Jahr 2018 ein.

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Carl erwähnte das sehr erfolgreiche "Gmoafest" anlässlich der 200-jährigen kommunalen Selbständigkeit und seither unveränderter Gebietskörperschaft. Hier dankte er allen Mitwirkenden für das gelungene Miteinander beim Fest. Weiter erwähnte er auch die "tolle Entwicklung" im Kasmi-Haus mit den monatlichen Treffen der Senioren.
In Sachen Brunnenbau berichtete der Bürgermeister, dass die Pumptechnik mit Brunnenhaus baulich abgeschlossen sei und mit einem befristeten Probebetrieb die Förderung des Trinkwassers bereits angelaufen sei. "Die Ausarbeitung der Wasserrechtsanträge mit der dazugehörigen Schutzgebietsausweisung sind beauftragt." Er teilte dazu auch mit, dass die Wasserversorgung eine kommunale Pflicht sei und die Gemeinde damit ihre Pflicht erfüllt hätte. Das Gemeindeentwicklungskonzept sei nun abgeschlossen, und nun gehe es darum, die priorisierten Maßnahmen in den folgenden Jahren umzusetzen. Die Erweiterung des Gewerbegebiets Lechfeldwiesen kann planmäßig im Frühjahr (witterungsabhängig) mit den Sparten Kanal- und Straßenbau beginnen. Die Arbeiten hierfür seien bereits vergeben. Die Entwicklung von Bauland stellt laut Carl für die Kommunen eine große Herausforderung dar. Der Erwerb von geeigneten Flächen sei schwierig, meinte der Gemeindechef: "Enorme Leerstände innerorts, die aus den Ergebnissen des Vitalitäts-Checks zu entnehmen sind, lassen darauf schließen, dass allein durch das Ausnutzen des vorhandenen Flächen-Potenzials der Wohnbaulandbedarf in unserer Gemeinde für die nächsten 20 Jahre theoretisch gedeckt werden könnte." Hierzu bemängelte er, dass viele Wohnimmobilien teilweise nur von einer oder wenigen Personen genutzt werden.
Die Sanierung der Schulhaustoilettenanlagen musste "leider" noch einmal verschoben werden. "Doch das Gute daran: Jetzt bekommen wir Zuschüsse von der Regierung", fügte Carl an. Nach einem neuen Planungskonzept folgt die Umsetzung im Laufe des Jahres. Der Einbau einer Schulküche wurde indes schnell umgesetzt, was von Lehrerinnen und Schülern gut angenommen werde.
Der Bürgermeister schloss mit einem Appell: "Mit diesem Neujahrsempfang möchte ich alle dazu einladen, sich aktiv am Geschehen in unserer Gemeinde zu beteiligen. Nur miteinander können wir die Aufgaben, die auf unsere Gemeinde zukommen, lösen und so die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Einwohner befriedigen."


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Veröffentlicht am 27.04.2019 00:00 Uhr




 

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