Schiltberg    

Artenschützer wie aus dem Bilderbuch

Schiltberg - "Ein Artenschützer, wie man ihn sich wünscht" - so beschreibt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) den Landwirt Anton Wenger. Am Freitag überreichten Mitglieder der LBV-Kreisgruppe Aichach-Friedberg an Wenger für sein über 20-jähriges Engagement für "seine" Uferschwalben eine Auszeichnung.


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"Schwalben willkommen" heißt es bei Landwirt Anton Wenger aus Schiltberg (links). Eine entsprechende Auszeichnung erhielt er dafür vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Foto: Ludwig Madlener


Anton Wengers Hof, der Thalhof, liegt im Holzland. "Ein Musterbeispiel einer gepflegten Sandgrube", meinte Ludwig Madlener, seit 40 Jahren beim LBV und aktiv in der Arbeitsgruppe Höhlenbrüter. Die Wände der Grube werden in Zusammenarbeit mit der Firma Schweiger aus Schmelchen jährlich neu abgestochen. "Dieses Jahr sind die Uferschwalben in zwei Schüben gekommen. Es sind rund 130", wusste Wenger. Die munteren Vögel sind mit ungefähr zwölf Zentimetern Länge Europas kleinste Schwalbenart. Für ihr Nest baut sie bis zu 70 Zentimeter tiefe Röhren in meist frisch abgebrochene, sandige Steilwände. Die Vögel sind stark gefährdet, zumal unbefestigte Ufer, Prallhänge oder offene Gruben aus der Landschaft so gut wie verschwunden sind. Umso höher müsse man das Engagement von Anton Wenger schätzen, der sich am emsigen Treiben an den unzähligen Löchern der Steilwand ergötzt, lobt der LBV in einer Pressemitteilung. Neben "seinen Uferschwalben" in der Sandgrube sind auch Wengers Ställe Unterkunft für eine beträchtliche Anzahl an Rauchschwalben: "Die sind wichtig, die halten das Ungeziefer aus den Ställen".
Aus gutem Grund also führt sein Betrieb ab sofort den Titel "Schwalben willkommen".


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Veröffentlicht am 02.10.2019 23:00 Uhr




 

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