Schiltberg    

Bücherei in Schiltberg

Schiltberg - Leseratten und solche, die es werden wollen, können sich freuen: In Schiltberg wird es in naher Zukunft eine Bücherei geben.


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Schiltberg erhält eine Bücherei: Der Förderverein für Kinderhaus und Grundschule nimmt das Ganze in die Hand. Im Schulungsraum des bisherigen Feuerwehrgebäudes wird die Bücherei einziehen. Foto: Xaver Ostermayr


Der Antrag des Fördervereins für Kinderhaus und Grundschule auf Überlassung eines Teilbereichs des bisherigen Feuerwehrhauses in der Hofbergstraße für die Einrichtung einer Bücherei wurde am Donnerstag vom Gemeinderat einstimmig befürwortet.
Die Vorsitzende des Fördervereins Doris Rieblinger sowie die Zweite Vorsitzende Angelika Weiß hatten der vor einiger Zeit aufgekommenen Idee, in Schiltberg eine offene Bücherei zu eröffnen, einen Antrag an das Kommunalparlament folgen lassen. Die Mitgliederversammlung des Fördervereins hatte dafür im Vorfeld grünes Licht gegeben.
"Wir müssen uns freuen, wenn die Bereitschaft da ist. Das kann uns nur recht sein", sagte Bürgermeister Josef Schreier. Michael Schmidberger schloss sich den Worten des Gemeindechefs an: "Eine Bücherei ist zu begrüßen. Das müssen wir auf alle Fälle unterstützen." Geplant ist, dass die Bücher ohne Registrierung gebracht und ausgeliehen werden können. Für zwei Stunden in der Woche ist die Bücherei geöffnet. Der Förderverein organisiert alles und ist auch während der Öffnungszeiten mit zwei Personen vor Ort.
Für den Rat war es somit keine Frage, den bisherigen Schulungsraum, die Küche sowie das WC unentgeltlich dem Förderverein zur Verfügung zu stellen.
Die bisherige Fahrzeughalle nutzt zukünftig der Bauhof. Allerdings ist während der Theatersaison dem Hofberg-Freilichttheaterverein der Schulungsraum als Büro zur Vorbereitung des Kartenverkaufs zu überlassen.
Das Gremium war auch dafür, dem Förderverein gegen Kostennachweis 4000 Euro für die erforderliche Möblierung zur Verfügung zu stellen. "Die Bücherei ist für die ganze Gemeinde. Es darf jeder kommen", lud die Fördervereinsvorsitzende ein. Für Bücherspenden sei man dankbar. Zweite Vorsitzende Angelika Weiß ergänzte, dass aktuell geplant sei, nur Lesebücher - und keine Hörbücher - anzunehmen.
Im Oktober des vorigen Jahres hat sich der Rat mit einem möglichen Bau eines Gehwegs im Ortsteil Gundertshausen beschäftigt. Wichtig für die Gemeinde war, dass vorab der Zustand des Mischwasserkanals geprüft werde. Die Firma Gigler inspizierte so unter anderem den Hauptkanal auf einer Länge von 570 Metern. Das Ingenieurbüro Mayr teilte der Kommune mit, dass Teile des Hauptkanals in einem "derart schlechten Zustand sind, dass diese Kanalstrecken zwingend durch einen Neubau zu ersetzen sind". Besonders der Hauptkanal im Mühlweg lasse zu wünschen übrig. Aber auch in der Weilachstraße bestehe auf einer Teilstrecke Handlungsbedarf. Was heißt, dass auf insgesamt 270 Metern der Kanal auszutauschen ist. Zudem sollen laut Mayr Schächte und Kanalhausanschlussleitungen erneuert werden.
Wird die Maßnahme umgesetzt, hat die Gemeinde rund 300 000 Euro zu berappen, so der Planer. Der Rat entschied, dass die entsprechenden Arbeiten bis Ende September 2020 durchzuführen sind. Das Ingenieurbüro Mayr übernimmt die Planung und Ausschreibung und wird sich auch um eine eventuelle staatliche Förderung gemäß Härtefallregelung kümmern.
Im Zusammenhang mit dem Kanal wurde auch noch der geplante Gehweg in Gundertshausen angesprochen. Vor allem Zweiter Bürgermeister Peter Kellerer und Gemeinderat Alois Rieblinger sprachen sich dafür aus, kein "Provisorium" zu errichten. "Ich bin für einen Gehweg. Aber für einen gescheiten Gehweg sind 1,5 Meter nötig", meinte Peter Kellerer. Erwin Zandtner aus Gundertshausen entgegnete: "Ich denke, die Gundertshausener werden die nötigen Flächen hergeben." Mehrere Räte sprachen sich auch dagegen aus, den geplanten Gehweg bis zur Umsetzung der offenen Fragen vorübergehend nur aufzukiesen.
Doch Gundertshausen braucht nicht nur einen neuen Kanal, man will auch einen Kinderspielplatz . Eine Unterschriftensammlung im südlichen Ortsteil der Gemeinde wurde durchgeführt. Der Spielplatz soll auf einem gemeindlichen Grundstück am Ortsrand des Mühlweges entstehen. 14 bis 16 Kinder unter zehn Jahren wollen sich dort vergnügen. "Wir sollten das unterstützen", sagte Erwin Zandtner. Grundsätzlich stand der Rat dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber. Aber: Man wird klären, inwieweit die Errichtung eines Spielplatzes baurechtlich zulässig ist. Klären wird man auch, in welchem Umfang die Dorfgemeinschaft zu Eigenleistungen bereit sei. Alle Haushalte werden demnächst ein Schreiben von der Gemeinde erhalten. Kanal, Gehweg und Spielplatz für Gundertshausen

Von Xaver Ostermayr


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Veröffentlicht am 27.09.2019 23:00 Uhr




 

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