Schiltberg    

Funklöcher im Holzland

Schiltberg - In nicht allen Schiltberger Ortsteilen ist der Mobilfunkempfang zufriedenstellend. Die Weilachtalgemeinde befasste sich am Donnerstag mit einer Anfrage der Gemeinde Gerolsbach. Die Nachbarn denken über einen kommunalen Zusammenschluss nach, um Fördermittel zum Mobilfunkausbau gemeinsam zu beantragen.

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Die Ortsteile Ruppertszell, Kemnat, Metzenried und Allenberg gelten als unterversorgt, wie es aus der Sitzungsvorlage herauszulesen war. Doch will die Bayerische Staatsregierung bayernweit die Verfügbarkeit mit Übertragungsqualität der Mobilfunknetze auch in dünn besiedelten ländlichen Gebieten verbessern. Mit drei Mobilfunkanbietern wurde deshalb ein Ausbau des Mobilfunks bis Ende 2020 vereinbart. Ein Mobilfunkprogramm soll die Bemühungen der Anbieter zur Schließung von Versorgungslücken unterstützen, die marktwirtschaftlich nicht ausgebaut werden. Ergo unterstützt der Freistaat mit dem Förderprogramm insoweit Gemeinden und deren Zusammenschlüsse beim eigenverantwortlichen Ausbau ihrer Mobilfunknetze.
Bürgermeister Josef Schreier konnte sich nicht damit anfreunden, dass man das Ganze den Gemeinden "aufbürdet". Die Problemstellung liegt nunmehr darin, dass niemand genau weiß, wie viele Funklöcher in Bayern vorhanden sind und wie viele neue Masten zu deren Schließung benötigt werden - und vor allem, wo sie stehen sollen.
Zudem bleibt der neue Mobilfunkstandart 5 G in Verbindung mit einer nötigen "Nachverdichtung" von weiteren Masten bei der Förderung außen vor. Der Rat bekundete sein Interesse am Bayerischen Mobilfunk-Förderprogramm. Der bayernweit zuständigen Regierung der Oberpfalz will die Gemeinde die Interessensbekundung vorlegen. Fällt die dortige Prüfung positiv aus, werden die Randbedingungen für einen Einstieg in das Förderverfahren näher geprüft.
Konkreter wurde das Gremium in Sachen Weilachtal-Radweg. Den hält die Gemeinde für zwingend notwendig. Der Markt Altomünster hatte bereits Anfang 2017 einen Antrag an den Landkreis Dachau gestellt, den Weilachtal-Radweg von Wollomoos nach Thalhausen in das Radwegenetzprogramm mit aufzunehmen. Das Schiltberger Kommunalparlament war nunmehr der Auffassung, dass zusätzlich ein Geh- und Radweg von der Landkreisgrenze entlang der Kreisstraße AIC 3 bis nach Höfarten zwingend nötig sei. Nur ein durchgehender Weg entschärft das Gefahrenpotenzial für Radfahrer und Fußgänger. Alle Schiltberger Gemeindepolitiker sind an einer "zeitgleichen Realisierung eines Geh- und Radweges von Wollomoos nach Höfarten interessiert", lautet ein Beschlusspassus. Außerdem beantragt die Gemeinde beim Landratsamt Aichach-Friedberg die Aufnahme des Wegs in das Bauprogramm.

Von Xaver Ostermayr


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Veröffentlicht am 15.02.2019 23:00 Uhr




 

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