Pöttmes    

Räumaktion am Schindergraben

Pöttmes - Der Bebauungsplan der Pöttmeser Krautgärten weist Flächen aus mit naturschutzfachlichem Entwicklungspotenzial. Ein besonders wertvoller Niedermoorbereich befindet sich nördlich und südlich des sogenannten Schindergrabens, einem ganzjährigen Fließgewässer, das als Hauptwasserader mitten durch die Krautgärten fließt.


schindergraben
Die beiden Pöttmeser Bürgermeister Mirko Ketz (vorne) und Hubert Golde in Aktion. Foto: Ernst Haile

Im westlichen Bereich der Krautgärten hat sich vor Jahren auch der Biber angesiedelt. Der Nager zeigt dies mit unterschiedlicher Dammbauaktivität. Erst kürzlich wurden zwei große Biberdämme geöffnet, und nachdem der aufgestaute Biberteich abgelaufen war, wurde der Blick frei auf eine große Menge an Unrat im Uferbereich des westlichen Schindergrabens.
Angeregt vom Bund Naturschutz in Pöttmes erklärte sich Bürgermeister Mirko Ketz und Gemeinderat Stephan Mayer (beide CSU), ebenfalls Besitzer einer Krautgartenfläche, sofort bereit, den über die Jahre dort angesammelten Müll in einer gemeinsamen Aktion tatkräftig zu entfernen. Bürgermeister Ketz ließ einen großen Bauhofanhänger bereitstellen.
Ketz selbst räumte zusammen mit Drittem Bürgermeister Hubert Golde (CSU), Corinna Wernhard vom Landschaftspflegeverein, Mitgliedern vom Pöttmeser Bund Naturschutz und fleißigen Krautgarten-Nachbarn in zwei Stunden harter Arbeit einen ganzen Berg von Steinen, Plastik und Dachplatten aus dem Bachbett.
Nach getaner Arbeit dankte die Ortsgruppe im Bund Naturschutz allen Helfern, die zusammen noch einen gemeinsamen Appell an alle Besitzer und Pächter der Krautgarten-Grundstücke richteten, doch die Anregungen und Vorgaben des Krautgarten-Bebauungsplans einzuhalten. Entlang des Schindergrabens geht es dabei vor allem um die Offenlegung von Verrohrungen und den Rückbau von Abstürzen, um die Pflege von Ufergehölzen und die Einstellung der Nutzung in einer mindestens zehn Meter breiten Pufferzone zum Bachlauf hin.



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Veröffentlicht am 11.05.2021 17:39 Uhr