Pöttmes    

Herbert Pukas gestorben

Pöttmes - Herbert Pukas ist tot. Der weitum bekannte Musiklehrer, Orchesterleiter und Kirchenorganist starb am vergangenen Sonntag völlig überraschend. Der 79-Jährige erlitt vermutlich einen Infarkt.


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Herbert Pukas im Probenraum im Unteren Tor in Pöttmes. Dort erinnern zahlreiche Bilder an die Auslandstourneen seiner Musiker. Foto: Wolfgang Glas


Herbert Pukas war ein maßgeblicher Akteur in der Pöttmeser Kulturszene. Er gründete 1969 das Akkordeonorchester, mit dem er Tourneereisen in 20 Länder unternahm. Später wurde daraus die Pöttmeser Bigband und der Musikverein. Mit dem gestaltete Pukas Festzeltauftritte, Matineen auf dem Marktplatz und zahllose örtliche Feste. 52 Jahre lang leitete der Musiker und Musiklehrer diese Orchester. Er war zudem als Organist, Kirchenmusiker und Chorleiter aktiv, unter anderem in Karlskron, Bayerdilling und Gundelsdorf. Für sein kirchliches Engagement erhielt er die goldene Ehrennadel der Diözese Augsburg, wurde von der Gemeinde Pöttmes mehrmals gewürdigt und bekam 2006 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für seine ehrenamtliche Arbeit.
Pukas wurde in Viersen im Ruhrgebiet geboren. Er lernte Dreher, begann nach der Lehre Akkordeon zu spielen, ging als Zeitsoldat zur Bundeswehr. Am Konservatorium in Augsburg studierte er schließlich Kontrabass, Orgel und Posaune, ließ sich danach zum Montessori-Pädagogen ausbilden. Noch während seiner Zeit beim Militär verschlug es ihn nach Pöttmes: Er war kurzzeitig in Neuburg stationiert und fand in der Marktgemeinde eine neue Heimat. Er lebte dort alleinstehend bis zu seinem Tod. gw


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Veröffentlicht am 31.03.2021 17:22 Uhr