Pöttmes    

Manfred Graser soll Schindele folgen

Pöttmes - Manfred Graser soll der neue Pöttmeser Bürgermeister heißen, wenn es nach dem Bürgerblock geht. Die Gruppierung von Amtsinhaber Franz Schindele gab gestern Grasers Kandidatur um den Posten des Gemeindechefs bekannt.

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Der 51-Jährige ist seit fünf Jahren Gemeinderatsmitglied und aktiv beim TSV Pöttmes, wo er Zweiter Vorsitzender ist. Der gelernte Kfz-Meister ist Leiter des Werksverkaufs bei der Firma Unsinn Fahrzeugtechnik in Holzheim, dem drittgrößten Anhängerproduzenten Deutschlands. Für Manfred Graser war es deshalb gerade in beruflicher Hinsicht keine leichte Entscheidung, sich um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters zu bewerben. Er könnte theoretisch für sechs Jahre gewählt werden und dann einem anderen Bewerber unterliegen. Dann stünde er ohne Arbeit da. Kandidaten, die bei Behörden arbeiten, haben hingegen die Möglichkeit, zu ihrem Arbeitgeber zurückzukehren. "Aber dieses Risiko muss man in der freien Wirtschaft eben eingehen", sagt Graser, der sowohl die Rückendeckung seiner Partnerin und der beiden erwachsenen Kinder hat, als auch die des Bürgerblocks.
"Es klingt zwar etwas pathetisch, aber es ist im Grunde die Liebe zur Heimat, die mich dazu bewegt hat", erklärte Manfred Graser gestern bei einem Pressegespräch. "Ich bin hier gern daheim." Das ist er auch immer schon: Aufgewachsen ist Graser in Handzell, seit 1992 lebt er in Pöttmes. Er war bei der Musikkapelle und oft dabei, wenn in die Partnergemeinde La Haye-Pesnel gereist wurde.
In Pöttmes sei viel erreicht worden, das solle unbedingt bewahrt werden. Gutes Klima ist für ihn, ökologisch wie politisch, immer eine globale und eine lokale Aufgabe. Ein Kita-Platz für jedes Kind, die Digitalisierung der Schule, die Förderung des Ehrenamts und ganz generell der Ausbau der sozialen Infrastruktur stehen auf Grasers Ideenliste. Ein richtiges Wahlprogramm soll später noch folgen.
Die CSU wird einen eigenen Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters ins Rennen schicken, will den aber erst in einigen Monaten öffentlich präsentieren. Bei CWG laufen derweil noch Gespräche auf der Suche nach einem Kandidaten.

Von Carina Lautenbacher


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Veröffentlicht am 17.04.2019 23:00 Uhr




 

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