Pöttmes    

50 Kita-Plätze fehlen

Pöttmes - Nach der Anmeldung für das neue Kindergartenjahr braucht Pöttmes einen Notfallplan: Es fehlen 50 Kinderbetreuungsplätze. Notgruppen und Container sollen Abhilfe schaffen. Dabei ist erst vor zwei Jahren der Kindergarten Klapperstorch für rund 50 Kinder eingeweiht worden, dazu kommen noch 18 neue Plätze im Waldkindergarten.


Auch andere Kommunen kennen das Problem: Derzeit sind die Geburtenraten hoch. Dadurch, dass die Kinder teilweise schon im Krippenalter betreut werden sollen, gibt es kaum planerischen Vorlauf. Aindling baut eine neue Kindertagesstätte, Dasing hat den alten Kindergarten reaktiviert und Obergriesbach reicht heute schon die im vergangenen Jahr neu gebaute Einrichtung nicht mehr aus.
Am Donnerstag hat es im Pöttmeser Rathaus eine Notfallbesprechung mit den Fraktionsvorsitzenden gegeben, bei der man sich auf das weitere Vorgehen geeinigt hat. Demnach soll die Hälfte der zusätzlichen Kinder auf die bestehenden Einrichtungen verteilt werden. Außerdem soll ein Sportraum für eine Notgruppe umfunktioniert werden. Immerhin: Personal ist nicht das größte Problem. Denn während andere Kommunen händeringend nach Erzieherinnen suchen, ist Pöttmes als Arbeitsort offenbar gefragt. Dort liegen Bewerbungen vor, wie Geschäftsstellenleiter Stefan Hummel auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. Die Kindergartenkinder könnten in der Notgruppe untergebracht werden, für Krippenkinder geht das nicht. Für sie kommt auf die Schnelle nur die Containerlösung in Frage. Als Standort für Container könnte die Nachbarschaft des Kindergartens Klapperstorch eine denkbare Variante sein. Im dortigen Baugebiet Unterfeldstraße gehören der Gemeinde noch Grundstücke. Allerdings ist deren Verkauf in den Haushalt eingeplant.
Außerdem ist ein zusätzlicher Standort unter Umständen für Eltern günstiger. Deshalb wird über die Anmietung eines Grundstücks im Westend nachgedacht. Dort wird nun mit den Eigentümern gesprochen. Container sind im Grunde schnell beschafft. Das Problem: Man benötigt dafür eine Baugenehmigung, die im Landratsamt mehrere Monate Bearbeitungszeit hat. Auf Dauer wird vermutlich eine Erweiterung des Kindergartens Spatzennest von zwei auf drei Gruppen angedacht werden. 70 Plätze wurden in den vergangenen zwei Jahren geschaffen - zu wenig

Von Carina Lautenbacher


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Veröffentlicht am 08.03.2019 23:00 Uhr




 

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