Pöttmes    

Zufrieden mit Verwaltung

Osterzhausen - Rundum zufrieden scheinen die Osterzhausener mit ihrer Verwaltung zu sein. Abzulesen war dies am Mittwochabend im ehemaligen Pfarrhaus, wo bei der Bürgerversammlung nur 23 Einwohner eine überschaubare Zahl an Fragen und Problemen vorbrachten.


Die letzte Bürgerversammlung seiner Amtszeit im westlichsten Ortsteil nutzte Gemeindechef Franz Schindele zu einem Rückblick auf das in den vergangenen zehn Jahren Erreichte: So war es nach langen Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt gelungen, die Hochwasserthematik anzugreifen und in den Griff zu bekommen, die beiden Ortszufahrten und der Weidenweg wurden erneuert und eine neue Kläranlage gebaut. Bei deren Einweihung habe sich die Dorfgemeinschaft mit der Bewirtung von ihrer besten Seite gezeigt, lobte Schindele.
Darüber hinaus bekam die Feuerwehr ein neues Auto, die Kirche wurde renoviert und damit verbunden auch der Dorfplatz neu gestaltet. Das Sahnehäubchen und zugleich Sinnbild eines intakten Dorflebens bildet der nach langer Pause 2017 wieder aufgestellte Maibaum.
Nicht ganz erledigt sind die Hausaufgaben des Vorjahres, denn das beauftragte Unternehmen konnte den Stromanschluss an das Vereinsheim nicht ausführen. Nun wurde der Auftrag neu vergeben und zusammen mit einem ortsansässigen Elektriker sollte die Ausführung gelingen. Der angeregte Geh- und Radweg nach Ebenried wird noch etwas warten müssen, nachdem der Bauausschuss dessen Priorität als "nicht hoch" eingestuft hat. Auch zum bemängelten Regenwasser, das von der Straße in ein Privatgrundstück fließt, habe sich keine Lösungsmöglichkeit angeboten.
Nach längerer Debatte und gegenseitiger Schuldzuweisung zwischen Gemeinde und Wasserzweckverband wird heuer auch die nach einem Wasserrohrbruch abgesenkte Straße repariert. Weiter vorangetrieben wird der Ausbau der Staatsstraße: Die Vermessungsarbeiten sind erledigt und die Planung läuft.
Als das Wort an die Einwohner ging, meldete sich Peter Mordstein als erster und zeigte sich mit der Antwort zu dem auf sein Grundstück laufenden Regenwasser nicht zufrieden. Es müsse doch nur der Randstein etwas höher gesetzt werden, um das Absinken der Straße auszugleichen, so seine Argumentation. Schindele versprach, den Bauausschuss noch einmal einzuschalten. Bereits erledigt ist die von Anton Mertl angesprochene bessere Breitbandanbindung. Es stehen mindestens 30 Mbit zur Verfügung; jeder Interessierte sollte seinen Vertrag umstellen, so die Antwort. Nachdem die Situation nicht allen bekannt ist, wird der nächste Marktbote darauf hinweisen.
Für die Kirchenverwaltung fragte Anton Mertl auch nach der Prüfung der Standsicherheit von Bäumen und Grabsteinen. Beides hat der Markt Pöttmes extern vergeben; sicher könne man Osterzhausen mit dranhängen und separat abrechnen.
Immer ein Thema in Osterzhausen ist die Räumung des Grabens. Auf Georg Hammerls Hinweis wird die Verwaltung das prüfen. Gerne könnten das auch Privatpersonen gegen Vergütung übernehmen.
In seinem Schlusswort rief Bürgermeister Franz Schindele zu aktiver Beteiligung bei der nächsten Kommunalwahl auf: "Mischt Euch ein."
Der Tradition seines Amtsvorgängers folgend wird Franz Schindele aufgrund des Kommunalwahlkampfs im kommenden Jahr in Pöttmes nur eine zentrale Bürgerversammlung abhalten. Da der Pöttmeser Bürgermeister aber nicht mehr antritt, befindet er sich quasi auf "Abschiedstour in den Ortsteilen".

Von Wilhelm Wagner


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Veröffentlicht am 28.02.2019 23:00 Uhr




 

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