Petersdorf    

"Ein Riesenfeld"

Petersdorf - Der Petersdorfer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend den Bebauungsplan für das Baugebiet "Am Ziegelfeld" endgültig auf den Weg gebracht, der Satzungsbeschluss stand an. Eingegangen waren bei der jüngsten Auslegung nur noch zwei Stellungnahmen. Nur das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) äußerte weiterhin Bedenken, diese wurden allerdings bereits in der vorangegangenen Sitzung behandelt und führten zu keiner weiteren Änderung des Bebauungsplans.


Das AELF hatte forstsachliche Bedenken. Es hatte den mangelnden Abstand zwischen Waldgrundstück und Baugrenze beanstandet und vor einer möglichen späteren Baumfallgefahr gewarnt. Es wurde bereits eine Reduzierung des Baufensters und ein größerer Abstand zum Wald beschlossen. Im Hinblick auf die Baumfallgefahr wurde vom Bauherrn eine Haftungsfreistellung verlangt, die mittlerweile vorliegt, zudem wurden im Bebauungsplan Vorkehrungen zur Dachkonstruktion vorgeschrieben. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass keine weiteren Änderungen erforderlich sind.
Der Bebauungsplan "Am Ziegelfeld" in Schönleiten ist seit 2013 rechtskräftig. Zur Erschließung musste der Bebauungsplan unter anderem an heutige Vorgaben angepasst werden. Auf dem Areal ist Platz für sieben Häuser mit zwei Vollgeschossen.

Die Entscheidung über die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten vertagte der Gemeinderat. Nach laut Verwaltung "intensiver Prüfung und Beratung" wäre nach Meinung des technischen Bauamts die Plasma-Technologie die geeignetste für die Gemeinde. Die Kosten würden sich laut Bürgermeister Dietrich Binder je nach Raumgröße zwischen 600 und 1600 Euro pro Gerät bewegen. Alternativen wären klassische Luftreiniger mit Hepa-Filter oder Geräte, die mit UV-Licht arbeiten. Der Bedarf beläuft sich nach ersten Ermittlungen für das Kinderhaus in Alsmoos auf elf Geräte, die genaue Anzahl wird aber abhängig von der Luftwechselrate der Geräte und der Raumgrößen sein.
Möglich wäre eine Ausschreibung im Verbund der Verwaltungsgemeinschaft (VG), also mit Aindling und Todtenweis. Der Gesamtbedarf würde dann bei rund 110 Geräten liegen, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Die gemeinsame Ausschreibung sei aber nicht zwingend.
In Aindling stand die Entscheidung über Luftreinigungsgeräte gestern Abend an, in Todtenweis ist sie heute auf der Tagesordnung.
Einige Ratsmitglieder hätten gerne gewusst, wie man zu dem Ergebnis gekommen ist, die Plasma-Technologie als am geeignetsten einzustufen, und monierten, dass dem Gemeinderat keine Vergleichszahlen und -daten für den Geräte-Vergleich vorlagen, an dem eine solche Entscheidung festzumachen war.
Es sei "ein mühsames Durchbeißen", erklärte Binder, andere Stellen hätten diese Prüfungen und Beratungen bereits vorgenommen und es stünden viele Diskussionen darüber im Raum, es sei "ein Riesenfeld". Das merkte auch Zweiter Bürgermeister Stephan End an. In diesem Fall war es neben dem technischen Bauamt auch das Landratsamt, das sich intensiv mit der Sachlage beschäftigt hat. Der Kreistag Aichach-Freitag hat sich entschieden, wie bereits berichtet, sogenannte Plasma-Geräte anzuschaffen. 

Von Nayra Weber



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Veröffentlicht am 14.09.2021 18:06 Uhr