Obergriesbach    

Spielplatzverbot für Hunde

Obergriesbach - Die Besitzer von großen Hunden und Kampfhunden werden von der Gemeinde Obergriesbach künftig an eine kürzere Leine genommen. Dafür verabschiedeten die Gemeinderäte am Dienstagabend einen Neuerlass der Hundehaltungsverordnung. Zudem wurde eine optische Kanalinspektion für Hauptkanäle, Schächte und Leitungen im gesamten Gemeindegebiet in Auftrag gegeben.


Nach 20 Jahren wurde ein Neuerlass der Verordnung über das freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden nötig. Die Räte einigten sich auf zwei entscheidende Änderungen.
Zum einen wird die Länge der Leine von bisher drei auf zwei Meter verkürzt, zum anderen wurde ein absolutes Betretungsverbot für Hunde auf den gemeindeeigenen Spielplätzen erlassen. "Kinder brauchen unsere besondere Sorgfaltspflicht", betonte Johannes Asam. "Wir müssen aber auch ältere Leute vor den großen Hunden schützen", machte er sich weiter stark.
Peter Liebl schlug vor, Kampfhunden, davon gibt es einen in Obergriesbach, eine Maulkorbpflicht zu verpassen. Das sei aus gesetzlichen Gründen nicht möglich, wurde das Ansinnen von der Verwaltung zurückgewiesen. Markus Weber sah keinen Sinn darin, die Hundeleine um einen Meter zu verkürzen. "Irgendwie müssen die Hunde ja auch noch laufen dürfen", argumentierte er und stimmte gegen den Neuerlass, der für die nächsten 20 Jahre gilt.

Wie schaut es im Untergrund der Gemeinde aus? Um das zu erforschen, wurde eine optische Kanalinspektion in Auftrag gegeben. Untersucht werden alle Hauptkanäle, Schächte und Leitungen im gesamten Gemeindebereich. Die Arbeiten wurden öffentlich ausgeschrieben. "Die Angebote sind gut reingekommen", freute sich Bürgermeister Jürgen Hörmann. Insgesamt flatterten acht Offerten mit den unterschiedlichsten Preisen ins Haus. Das teuerste Angebot lag bei etwas über 265 000 Euro. Ohne Mehrwertsteuer. Den Zuschlag bekam die Firma Weißenhorn aus Königsbrunn. Diese veranschlagt 126 580 Euro plus Mehrwertsteuer. Das Angebot nannte der Bürgermeister "sehr erfreulich". Immerhin hatte die Gemeinde für diese Arbeiten 200 000 Euro im Haushalt veranschlagt.
Mit der Inspektion der Kanäle soll noch heuer begonnen und im nächsten Jahr fortgefahren werden. al


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Veröffentlicht am 15.10.2020 17:51 Uhr



 
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