Obergriesbach    

Großes Interesse an Asylunterkunft

Obergriesbach - Auf sehr großes Interesse stieß am Sonntagnachmittag die Möglichkeit, sich das Asylheim in Obergriesbach im Rahmen des Tags der offenen Tür anzusehen. Laut Bürgermeister Josef Schwegler werden am 5. November die ersten Bewohner einziehen.


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Das ehemalige Sportheim in der Nähe des Obergriesbacher Bahnhofs ist nun ein Haus für Asylbewerber. Am 5. November werden die ersten Flüchtlinge erwartet. Am Sonntag war Tag der offenen Tür. Fotos: Maximilian Glas


Das ehemalige Sportheim war jahrelang dem Verfall preisgegeben, bis es die Gemeinde vor rund einem Jahr Marian von Gravenreuth abkaufte. Ein privater Investor hatte Interesse signalisiert; auch er wollte dort eine Asylunterkunft einrichten. Um eine gewisse Kontrolle behalten zu können, griff die Gemeinde als erste zu.
Die Renovierung des 400 Quadratmeter großen Gebäudes zog sich dann länger hin, als zuerst erwartet. Zum einen erwies sich die Bausubstanz als recht angegriffen und es mussten neue Kanalrohre verlegt werden, zum anderen kamen Handwerker in Terminnöte, weil sie nach dem Tornado sehr gefragt waren. Außerdem kritisierte das Landratsamt den ersten Bauplan. Dabei waren die Schlafräume Richtung Hauptstraße vorgesehen gewesen. "Das gilt als nicht zumutbar. Wir hätten Spezialfenster und ein Belüftungssystem benötigt. Das war uns zu teuer, da haben wir lieber umgeplant", sagt Schwegler. Nun sind alle Schlafräume Richtung Wohngebiet gelegen, zur Straßenseite hat man Küche und Bäder installiert.
Am Sonntag nun sahen sich die Obergriesbacher an, wie die neuen Mitbürger wohnen werden. Freilich hätten die meisten gern gewusst, wer denn nun in zehn Tagen einziehen wird, doch das kann noch niemand beantworten. Im Erdgeschoss sind fünf Schlafräume entstanden, alle zwischen 20 und fast 30 Quadratmeter groß und mit einem TV-Anschluss ausgestattet. Der Gemeinschaftsraum hat keinen Fernsehanschluss. Um WLAN soll sich laut Bürgermeister der Asylkreis kümmern, in dem sich etwa 30 Personen engagieren.
Wie der Bürgermeister sagt, geht man davon aus, dass zunächst etwa 20 Personen einziehen werden. "Die sieben Quadratmeter pro Asylbewerber sind jedoch nicht der Raum, der im Schlafzimmer zur Verfügung zu stehen hat, da zählen auch die Gemeinschaftsräume mit", erklärt er. So könnten auch einmal 31 Menschen in dem Haus am Alten Sportplatz leben. Ausführlicher Bericht in der Aichacher Zeitung vom 27. Oktober.
Von Monika Grunert Glas


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Veröffentlicht am 27.10.2015 12:00 Uhr