Motorsport    

Noch viel zu tun für Stefan Bradl und sein Team

Aichach – Erfolgreich sind für Viessmann Kiefer Racing (mit dem Zahlinger Stefan Bradl als Piloten) die lange erwarteten offiziellen Moto2-Tests vom 1 bis 3. März im spanischen Valencia verlaufen: Die Motoren, welche in der Moto2-Klasse verwendet werden, sind aus Kostengründen für alle Teilnehmer einheitlich und werden vom Veranstalter ausgegeben.

Bradl und sein Teamkollege Vladimir Leonov konnten dadurch das erste Mal ihre Zeiten unter realen Bedingungen mit den anderen Fahrern vergleichen. Letztendlich legte man das Hauptaugenmerk zwar nicht auf die absolute Zeitenjagd, konnte aber dennoch eine erste kleine Standortbestimmung vornehmen.

Bei durchwachsenem Wetter absolvierten Bradl und Leonov drei sehr arbeitsreiche Tage auf der Rennstrecke. Wie schon zuvor in Barcelona, versuchte man diesmal die Suter MMX Moto2 Maschinen auf die Fahrweise der beiden Fahrer abzustimmen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, da sich die Fahrer zum einen auf die neue Moto2-Kategorie „einschießen“ und parallel dazu auch ein generelles Gefühl für das neue Motorrad finden müssen. Mit Rundenzeiten von 1:38,893 (Bradl) und 1:40,766 (Leonov) lag Kiefer Racing zwar nicht in der Spitzengruppe, was aber auch nicht das Ziel für diese Tests war. Dennoch war die Mannschaft zufrieden und machte sich mit der Erkenntnis, noch einiges an Arbeit vor sich zu haben, auf den Weg nach Jerez de la Frontera, wo vom 6. bsi 8. März die nächsten Tests stattfinden.

„Es war durchwachsen. Ich bin jetzt nicht überhappy, aber auch nicht enttäuscht, da wir ziemlich viel am Motorrad geändert haben“, meinte Stefean Bradl, der bei den WM-Läufen die Startnummer 4 haben wird. Das Team habe ein ein Problem mit „chattering“, von dem es nie richtig weggekommen sei. Langsam werde das Motorrad aber auf seine Bedürfnisse abgestimmt, was nicht so einfach sei.. „Grund dafür ist“, sagt der 20-Jährige, „dass die Umstellung von der 125er auf die Moto2 ziemlich groß ist und ich darauf hinarbeite, beim Fahren nicht mehr so viel Kraft aufwenden zu müssen. Das ist im Moment unsere hauptsächliche Aufgabe. Alles in allem bin ich schon zufrieden, auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt.“

Der Russe Leonov räumte ein, sich „alles etwas leichter vorgestellt zu haben. Ich habe Fahrwerksprobleme, mit denen ich absolut nicht zurechtkomme. Von gestern auf heute haben wir das Setup komplett geändert und dann wurde es besser, aber die Probleme sind bei weitem noch nicht beseitigt.“

Rundenzeiten in Valencianach drei Tagen: Julian Simon (ESP), Mapfre Aspar Team, 1:37,156 Minuten, Kenny Noyes (USA), Jack & Jones Banderas, 1:37,371, Toni Elias (ESP), Gresini Racing, 1:37,530, Stefan Bradl 1:38,893, Vladimir Leonov 1:40,768.



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Veröffentlicht am 04.03.2010 15:26 Uhr