Fußball    

Streit fragen: Woran hapert's beim TSV Schiltberg?

Schiltberg - Beim TSV Schiltberg ist - um der Jahreszeit zu entsprechen - Laub im Getriebe. Der Tabellenerste der A-Klasse Aichach feierte in dieser Saison mehr Schützenfeste als der ebenfalls ortsansässige SV Immergrün: 58 Tore in den ersten elf Saisonspielen, zehn Siege und ein Remis (ausgerechnet gegen Lokalrivale Weilach). In den zurückliegenden drei Spielen gelang nur ein kümmerlicher Treffer beim 1:1 gegen den VfL Ecknach 2. Davor setzte es ein 0:4 beim FC Schrobenhausen, vorgestern unterlag Schiltberg dem TSV Hollenbach 2 mit 0:1. Was ist da los? Nachgefragt bei Robin Streit, der gemeinsam mit seinem Bruder Kevin die Mannschaft vor der Saison als Spielertrainer übernommen hat.


robin-streit_1
Eine Schlechtwetterphase durchlaufen derzeit Robin Streit und der TSV Schiltberg. Noch gibt es aber keinen Grund zum Verzweifeln. Foto: Libossek


Aichacher Zeitung: Drei sieglose Spiele in Folge; habt ihr in Schiltberg schon den Krisenfall ausgerufen?
Robin Streit: (lacht) Keinesfalls! Wir haben gegen drei Teams gespielt, die um die Meisterschaft spielen. Außerdem haben wir einige Verletzte, Kranke, Angeschlagene. Um chronologisch vorzugehen: Schrobenhausen hat eine richtig gute Mannschaft, die noch dazu einen echt guten Tag hatte. Im Spiel gegen Ecknach haben sich beide Teams nicht viel genommen, ebenso wie gegen Hollenbach. Da ging es Schlag auf Schlag - Hollenbach hat halt getroffen, wir zu wenig aus unseren Chancen gemacht.


AZ: Woran hapert's im Angriff?
Streit: Die Gegner haben sich anders auf uns eingestellt. Sie sind jetzt defensiver ausgerichtet, was ich im Übrigen genauso machen würde. Wir müssen wieder mehr Optionen finden, variabler werden.


AZ: Hängt zu viel von dir ab? Schließlich stehen schier unglaubliche 31 Tore auf deinem Deckel.
Streit: Es ist nie einer alleine entscheidend. Wir haben viele gute Offensivspieler. Wir müssen uns einfach wieder finden.


AZ: Zeit wird's. Am Sonntag steht das Rückspiel gegen den Erzrivalen Weilach an.
Streit: Das wird ganz hart für uns. Weilach wird alles reinhauen, was nur geht. Wir dürfen jetzt keinen Druck aufkommen lassen. Wir gehen schließlich trotz der letzten Ergebnisse als Tabellenführer ins Spiel.


AZ: Und wer nach der Hinrunde die Liga anführt, der will auch aufsteigen, oder?
Streit: Wir haben nie den Aufstieg als Ziel ausgerufen. Und das wird sich auch nicht ändern. Man sieht es ja gerade: In der Liga sind viele gute Mannschaften. Wir haben einige Neuzugänge, zwei neue Spielertrainer - dafür haben wir uns als Mannschaft ohnehin wahnsinnig schnell zusammengefunden. Jetzt müssen wir eben das erste kleine Tal gemeinsam bewältigen. Das gehört dazu.

 

Gespräch: David Libossek



Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 09.11.2021 18:21 Uhr