Fußball    

Reizvoller Job für Florian Fischer

Schwabmünchen - "Ich freue mich auf die Herausforderung Bayernliga", sagt Florian Fischer. Nach einer durch die Corona-Pandemie bedingten, über einjährigen Pause tritt der frühere Spielertrainer des VfL Ecknach in der Winterpause einen neuen Trainerjob an: beim TSV Schwabmünchen. "Es ist sportlich eine reizvolle Aufgabe", sagt Fischer. Auf ihn wartet im Frühjahr mit Schwabmünchen allerdings der Abstiegskampf, aktuell rangiert der TSV in der Südstaffel auf Position 16., einem Relegationsplatz mit gerade einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang.


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Das Bezirksliga-Eröffnungsspiel Ende Juli 2019 in Affing war für Florian Fischer (rechts, links Mathias Steger) einer seiner letzten Einsätze als Spielertrainer (damals noch beim TSV Gersthofen), ehe ihn anhaltende Knieprobleme zum Aufhören zwangen. In der Winterpause tritt der 36-Jährige einen neuen Trainerjob an, er übernimmt den Bayernligisten TSV Schwabmünchen. Foto: Siegfried Kerpf


Der bisherige Assistent Thomas Rudolph sowie die Führungsspieler Maik und Tim Uhde teilten sich nach der Trennung von Paolo Maiolo Mitte September die Aufgaben (wir berichteten), verwiesen aber schon frühzeitig darauf, dass sie den aufwändigen Job des Bayernligatrainers nur übergangsweise ausüben wollten. So ließ sich Guido Kandziora zu einem Freundschaftsdienst breitschlagen. Bis Weihnachten hilft Kandziora aus, quasi aus alter Verbundenheit den Schwabmünchenern gegenüber, die er bereits vor einigen Jahren trainiert hatte (Saison 2011/12 bis November 2014) - und als Platzhalter für Fischer.
Denn schon vor Kandzioras Verpflichtung nahmen die Verantwortlichen der Singoldstädter Kontakt zu Fischer auf. Der 36-Jährige konnte allerdings nicht gleich einspringen, da er noch bis Jahresende beruflich stark eingespannt ist. Er arbeitet im Vertrieb des einst größten Aichacher Arbeitgebers, ehemals ein Familienunternehmen für Bausysteme. "Aber ich wollte von Anfang an den Job in Schwabmünchen machen und hatte für mich auch erste Priorität", verrät Fischer.
In Schwabmünchen findet Fischer nicht nur eine Mannschaft mit einer "guten Altersstruktur" vor ("Ich arbeite gerne mit jungen Spielern"), sondern auch eine hervorragende Infrastruktur. Die Bayernliga-Mannschaft hat einen eigenen Trainingsplatz, obendrein verfügt der TSV seit Kurzem über einen nagelneuen Kunstrasenplatz und zudem wird bis zum Beginn der Wintervorbereitung auch ein überdachter Soccer-Court fertiggestellt.
Seine ersten Meriten als Trainer im Herrenbereich verdiente sich der Aichacher bei der zweiten Mannschaft des BCA, mit der er wahrscheinlich 2014 Meister in der Kreisliga Ost geworden wäre, wenn der Verein damals nicht unmittelbar vor dem letzten Saisonspiel seinen Aufstiegsverzicht für die "Zweite" bekannt gegeben hätte. Fischer zog weiter nach Ecknach, formte dort zusammen mit seinem Kompagnon Mario Schmidt einen Aufstiegskandidaten. Die Früchte dieser Arbeit ernteten sie 2017 mit dem Kreisligatitel und dem erstmaligen Bezirksliga-Aufstieg des VfL, den sie dort auch souverän zum Klassenerhalt führten.
2018 zog das Duo weiter nach Gersthofen. Nach Platz fünf in ihrer ersten Saison wurden Fischer und Schmidt in der Abbruch-Spielzeit 2019/21 Meister in der Bezirksliga Nord. Gerade in den vier Partien nach dem Re-Start im September 2020 waren die Gelb-Schwarzen topfit, holten aus vier Spielen zehn Punkte und gewannen in diesem Zeitraum vor allem das im Nachhinein für den Titel so wichtige direkte Duell in Bubesheim (2:0). Als Trainer gewann er gemeinsam mit Schmidt mit Ecknach und Gersthofen Meistertitel

Von Herbert Walther


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Veröffentlicht am 03.11.2021 18:38 Uhr