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Aindling gewinnt Kellerderby

Aindling – Einen großen Schritt Richtung Relegation machte gestern Abend der TSV Aindling. Die Rot-Weißen besiegten im Abstiegsgipfel den TSV Gersthofen mit 3:1 (1:0). Mit dem dritten Sieg nacheinander haben die Aindlinger nun auch gegen Gersthofen den direkten Vergleich zu ihren Gunsten entschieden.


<p>Vorteil Aindling </p>

Über den Aindlinger Strafraum (von links Medara, Völker, Wenger, Schmid und Geisler) verhängte der TSV Gersthofen gestern den Belagerungszustand. Doch am Ende behielten die Rot-Weißen in dem so wichtigen Bayernliga-Kellerderby auch etwas glücklich mit 3:1 die Oberhand. Foto: Siegfried Kerpf


Nach sehr langer Zeit fand wieder einmal eine sehr ordentliche Kulisse den Weg ans Schüsselhauser Kreuz. Und die musste nicht lange auf den ersten Treffer der Gastgeber warten. Deniz Schmid bediente am linken Flügel den in den freien Raum gestarteten Daniel Deppner, der Gersthofens Keeper Stefan Brunner das Nachsehen gab (1:0, 3.). Was für ein Auftakt für die zuletzt vier Partien ungeschlagenen Aindlinger in diesem so wichtigen Kellerderby.

Fortan dominierte aber Gelb-Schwarz auf dem satten Grün. Aindling verließ sich auf das, was es zugegebenermaßen zuletzt sehr gut machte, auf seine Defensivarbeit. Die Arbeit gegen den Ball, die Aindlings Trainer Roland Bahl stets predigt, funktionierte jedoch nicht wie gewünscht. Gersthofen hatte wohl 70 Prozent Ballbesitz, hatte aber mit Ausnahme von Daniel Zweckbronners Schuss aus elf Metern über den Kasten (24.) ansonsten keine zwingende Chance.

Die bekamen die Platzherren, denen mit ihrem zweiten Torschuss fast das 2:0 gelungen wäre. Simon Knauer scheiterte aber aus abseitsverdächtiger Position am glänzend reagierenden Brunner (43.).

Gersthofens Trainer Ivan Konjevic wechselte zur zweiten Hälfte zwei Mal, brachte nun Zeljko Brnadic und Daniel Framberger. Doch die erste gute Chance hatte Aindling. Um ein Haar wäre Deppners Ecke direkt ins Tor geflogen, aber Giuliano Manno klärte auf der Linie (58.). Es verstand sich von selbst, dass Bahl Knauer nach dessen abgelaufener Sperre sofort wieder in der Startelf berücksichtigte. Und der Angreifer dankte es seinem Trainer mit dem 2:0 (66.) nach feinem Pass von Aldin Medara. Wie Knauer seinen 17. Saisontreffer nach einem Konter erzielte, war dann klasse.

 

Gersthofen war nun gezwungen, alles auf eine Karte zu setzen. Der Anschluss lag bei zwei großen Kopfballchancen durch Markus Nix (71./73.) förmlich in der Luft, beide Male reagierte der überragende Torhüter Thomas Geisler reaktionsschnell. Kurz darauf musste er sich aber erstmals nach zuvor vier Partien ohne Gegentreffer wieder geschlagen geben, als nach einer Ecke Brnadic die Kugel zum Anschlusstreffer hoch ins Netz stocherte (75.). Es begann das große Zittern, Aindlings Abwehr schwamm jetzt kräftig. Doch das Bollwerk hielt. Und in der Nachspielzeit machte Knauer mit einem herrlichen Dropkick nach Geislers weitem Abschlag alles klar (3:1, 92.).

TSV Aindling: Geisler – Berisha (67. Bergmair), Huber, Völker, Schmid (56. Wiedholz) – Modes, Medara, Körner, Wenger – Deppner (90.+2 Schäffler), Knauer

TSV Gersthofen: Brunner – Zweckbronner (54. Raber), Plesner, Nix, Keil – Peil, Manno, – Cosar, Kratzer (46. Brnadic, Feil (46. Framberger) – Roth

Tore: 1:0 Deppner (3.), 2:0 Knauer (66.), 2:1 Brnadic (75.), 3:1 Knauer (90.+2) – Schiedsrichter: Rank (München) – Zuschauer: 410 – Gelbe Karte: Medara

Von Herbert Walther

Trainerstimmen
Roland Bahl (TSV Aindling): Ich muss unseren Torwart Thomas Geisler ein großes Lob aussprechen. Wenn wir ihn nicht im Tor gehabt hätten, hätten wir wohl nicht gewonnen. Ich bin natürlich sehr froh und zufrieden über den Sieg. Unser Spiel war aber heute in manchen Situationen zu fahrig, wir hatten durchaus glückliche Momente. Gersthofen präsentierte sich als sehr spielstarke Mannschaft. Für uns war es ein eminent wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten.
Ivan Konjevic (TSV Gersthofen): Wir haben sehr gut begonnen, gerieten aber durch einen individuellen Fehler in Rückstand. In der zweiten Hälfte haben wir noch einmal alles gegeben, hatten auch mehr vom Spiel. Am Ende zählen aber die Punkte. Aindling hat zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.


 



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Veröffentlicht am 26.04.2013 22:38 Uhr