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TSV Aindling: Punkt gewonnen, Knauer verloren

Aindling – Zwar reichte es für den TSV Aindling letztlich nicht für den fünften Heimsieg in Folge, trotzdem hielt sich die Enttäuschung nach dem torlosen Remis gegen die spielstarke U 23 des SSV Jahn Regensburg in Grenzen. „Mit dem Punkt können wir heute zufrieden sein und damit können wir auch leben“, bilanzierte Aindlings Coach Roland Bahl nach einer umkämpften Partie, in der die Oberpfälzer die klar bessere Mannschaften stellten. Weitaus mehr schmerzte da schon die rote Karte für Simon Knauer (45.), der seinem Team in den nächsten Begegnungen fehlen wird.


<p>Punkt gewonnen, Knauer verloren </p>

Früher Abgang von Simon Knauer. Für den bislang erfolgreichsten Aindlinger Torschützen in dieser Saison war der Arbeitstag kurz vor der Halbzeit nach einer sehr umstrittenen roten Karte von Schiedsrichter Florian Riepl (links) beendet. Foto: Robert Baur


Wie erwartet schickte Bahl seine siegreiche Formation vom vergangenen Mittwoch (1:0 gegen SpVgg Landshut) ins Spiel. Allerdings konnte der TSV im ersten Durchgang bei weitem nicht an den starken letzten Auftritte anknüpfen. Dies lag aber in erster Linie am Gast aus Regensburg. Vom Start weg zeigten sich die spielstarke Reserve des Zweitligisten sehr präsent und drängte die Heimischen in die passive Rolle. „Der Gegner war sehr stark und hat richtig aufs Tempo gedrückt“, musste auch Bahl zur Kenntnis nehmen. Der Ball lief gut bei den Gästen, die auch schnell die ersten Warnsignale in Richtung Keeper Thomas Geisler abgaben. Aber auf Aindlings Routinier im Kasten war Verlass. So wie in der 10. Minute, als Benedikt Schmid aus spitzem Winkel abzog, aber an Geisler scheiterte. Zwölf Minuten später musste Geisler schon sein ganzes Können aufbieten, als er einen Flachschuss von Andreas Mahr aus 14-Metern unter sich begrub. Dazwischen hatten die Hausherren Glück, dass ein Freistoß von Alexander Kurz nur die Querlatte touchierte.

Der Führungstreffer der Regensburger lag in der Luft, weil Aindling einfach keinen Zugriff auf das Spiel bekam. Trotzdem wollte Bahl seinem Ensemble keinen Vorwurf machen. „Wir haben zu Null gespielt, haben wenig zugelassen und dies gegen einen unheimlich starken Gegner.“ Sicher ein Verdienst der gesamten Mannschaft, trotzdem verteilte Bahl hinterher noch ein Sonderlob an sein Innenverteidigerduo Tobias Völker und Kilian Huber.

Hart aus Aindlinger Sicht war die rote Karte für Aindlings Solospitze Knauer (45.). Nach einem Luftkampf mit Mahr, bei dem beide energisch zur Sache gingen, schickte der Referee Florian Riepl den TSV-Angreifer vom Platz. „Bitter und überzogen“, meinte Bahl zu dieser Entscheidung, „denn Knauer hat nie geschlagen.“ Allerdings sah Riepl den Ellenbogen von Knauer zu hoch und zeigte deshalb „Rot“.

Doch trotz Unterzahl ließen die Aindlinger gegen die hochüberlegenen Gäste weiter wenig zu und warteten ihrerseits auf ihre Konterchance. Und das hätte fast geklappt. In der 57. Minute bediente Jan Penic mit einen klugen Zuspiel Patrick Modes, der der Jahn-Defensive entwischte, aber den Ball nur an den rechten Pfosten setzte. Mit etwas Glück hätten die Aindlinger in dieser Szene die Partie fast auf den Kopf gestellt. So blieb es bei dieser Nullnummer, weil in der zunehmend hektischer werdenden Auseinandersetzung in beiden Strafräumen nur noch wenig passierte.

Aindling Trainer wird auch in der kommenden Saison Roland Bahl heißen. „Egal, in welcher Liga wir spielen. Wir haben uns auf eine Vertragsverlängerung geeinigt“, erklärte Josef Kigle, der Vorstand Spielbetrieb, bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

TSV Aindling: Geisler – Berisha, Huber, Völker, Schmid – Medara, Körner – Modes (88. Bergmair), Deppner (77. Käser), Penic (87. Wiedholz) – Knauer.

SSV Jahn Regensburg 2: Hendl – Kubina, Karg, Günter, Sönmez – Hezer (70. Arkadas), Mahr (81. Schäffer), Gajic, Kurz – Popa, Schmid (84. Hadziresic).

Schiedsrichter: Riepl (Altenerding). – Zuschauer: 220. – Rote Karte: Knauer (45.).

Von Robert Baur


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Veröffentlicht am 14.04.2013 22:12 Uhr