Fußball    

TSV Aindling: Auswärtssieg veredeln

Aindling – Sechs Pflichtspiele am Stück, vier in der Bayernliga, zwei im Pokal, ist der TSV Aindling mittlerweile ungeschlagen. „Wenn wir den Auswärtssieg von Seligenporten veredeln wollen, müssen wir jetzt zu Hause gewinnen“, sagt Spielbetriebs-Vorsitzender Josef Kigle. Ganz einfach wird die Aufgabe am Sonntag (Anstoß 17 Uhr) gegen den SC Eltersdorf (17 Punkte) jedoch nicht werden. Zum Abschluss der bereits fünften englischen Woche seit Saisonbeginn kommt mit dem Tabellendritten ein „schwerer Brocken“ (Kigle) ans Schüsselhauser Kreuz.


<p>Auswärtssieg veredeln </p>

Beim Pokalspiel am Mittwoch vertrat Martin Schreier (rechts) den urlaubenden Cheftrainer Stefan Anderl. Im Heimspiel am Sonntag gegen Eltersdorf kehrt der Gundelfingener auf die Aindlinger Bank zurück. Foto: Horst Kramer


Die Fußballer aus dem Erlanger Ortsteil haben sich schnell in der Bayernliga akklimatisiert. Für Manfred Klier, seit 33 Jahren Eltersdorfer Fußballchef, ist das augenblickliche Klassement nur eine Momentaufnahme: „Die eigentlichen Topfavoriten liegen noch hinten.“ Doch nichtsdestotrotz sind die Mittelfranken, die in ihrer Vereinsgeschichte noch nie abgestiegen sind, sehr zufrieden. In der vergangenen Landesligasaison rollte Eltersdorf das Feld praktisch von hinten auf. Nach dem achten Spieltag war der Sportclub 17., als Ludwig Preis Andreas Speer als Trainer ablöste. Mit dem Niederbayern, der als Aktiver viele Jahre in der Bayernliga spielte, legte Eltersdorf eine beeindruckende Serie von 20 Spielen (17 Siege) ohne Niederlage hin. Der Lohn war der Meistertitel in der Landesliga Mitte.

Mit 21 Toren zählt der Neuling zu den offensivstarken Teams der Liga. Verwundbar scheint Eltersdorf auf fremden Plätzen zu sein. Sämtliche drei Niederlagen kassierte es bislang in der Fremde.

Nach dem jüngsten Sieg in Seligenporten ist Aindling (13./14 Punkte) auf Tuchfühlung zum neunten Platz. „Bei einem Sieg lägen wir in Reichweite“, sagt Kigle. Im gleichen Atemzug hält der Eisingersdorfer jedoch den Ball flach, was die Qualifikation für die Regionalliga betrifft. Die Mannschaft soll keinesfalls mit so einer Zielsetzung unter Druck gesetzt werden. Vielmehr freut sich Kigle am bisherigen Auftreten des jungen Teams, auch im Pokal steht Aindling (2:0 in Fürstenfeldbruck), wie übrigens auch Eltersdorf (8:0 in Dinkelsbühl), im Achtelfinale.

Auf der Heimfahrt von Bruck informierte Martin Schreier den urlaubenden Cheftrainer Stefan Anderl über den Spielverlauf. In dem Gespräch wird der Assistent den Gundelfinger wohl nicht darin bestärkt haben, Ervin Okanovic als Alternative für die Startformation zu sehen („Er hat sich nicht aufgedrängt“/Schreier), falls Sebastian Szikal (Muskelfaserriss in der Wade) am Sonntag nach dem Aufwärmen passen müsste. Den Part im defensiven Mittelfeld könnte dann wieder Kilian Huber übernehmen.

Das Abschlusstraining am Freitag leitete Anderl selbst. Nicht zur Verfügung stehen ihm Simon Knauer, Patrick Modes (beide verletzt) sowie Herbert Obele (Rückstand), der gestern erstmals mittrainierte und für Sonntag somit noch keine Alternative sei, so Kigle. Inwieweit der TSV überhaupt auf den Linksfuß zurückgreifen kann, wird sich erst noch zeigen, ob und in welchem Umfang er die Trainingseinheiten am Schüsselhauser Kreuz besuchen kann. Obele tritt in der nächsten Woche seinen Dienst als Sportlehrer an einer Münchner Schule an, wo von Montag bis Donnerstag auch Nachmittagsunterricht auf dem Programm steht.

Von Herbert Walther



Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 09.09.2011 18:32 Uhr