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Aindling will im Cup überwintern

Aindling – Wer als Kleiner im Pokal Großes erreicht hat wie der TSV Aindling mit zwei 1. Hauptrunden (2003 0:3 gegen Schalke, 2004 0:1 gegen Hertha), den lässt der Wettbewerb nicht mehr los. Also will’s der Bayernligist im Cup auch in dieser Saison wissen. Heute (19 Uhr) tritt er im Spiel des 2. Durchgangs auf BFV-Ebene beim Landesligisten Fürstenfeldbruck an.


<p>Aindling will im Cup überwintern </p>

Darf heute bei Aindling anstelle des lädierten Sebastian Szikal im Pokal ran: Ervin Okanovic. Foto: Siegfried Kerpf


„Wir opfern bestimmt nicht vier Stunden Zeit um auszuscheiden“, unterstreicht Co-Trainer Martin Schreier die Ambitionen der Rot-Weißen. Schreier steht heute in der Verantwortung für den bis Ende der Woche urlaubenden Chefcoach Stefan Anderl. Spielbetriebsvorsitzender Josef Kigle will im Pokal mindestens über den Winter kommen. Dazu müsste der TSV auch noch in der 3. Runde (Achtelfinale) am 3. Oktober reüssieren.

Aindling wird in Bruck nicht etwa wie vor Wochenfrist beim 3:1 in Mering Spieler aus der zweiten Reihe rekrutieren, sondern die bestmögliche Formation. Konkret heißt das, bis auf den verletzten Sebastian Szikal die Startelf des grandiosen 4:0 von Seligenporten. Ervin Okanovic wird Szikal im defensiven Mittelfeld ersetzen, wie schon am Freitag in der Oberpfalz. Dort habe Okanovic seinen Job tadellos erledigt, hat sich Schreier sagen lassen.

Bei den Bruckern (4:0 in der „Quali“ gegen die Eichstätter Reserve, in der 1. Runde 3:2 in Sonthofen) ist der Pokal eher außen vor. Er werde sich zwar gegen ein Weiterkommen nicht mit Händen und Füßen wehren, sagt Trainer Roberto Fontana, ein Ausscheiden sei aber alles andere als ein Beinbruch. Fontana denkt schon ans Punktspiel am Samstag gegen Thannhausen, weshalb es ihm heute am wichtigsten ist, keine weiteren Verletzten beklagen zu müssen. Mit Türkcan, Gashi und Lokietz hat der Sportclub schon ein Trio auf der Krankenliste, außerdem werden heute berufsbedingt Lippert und Lange fehlen. Fontana will auch noch ein paar Spieler schonen, die in den permanenten englischen Wochen über Gebühr strapaziert worden sind. Angesichts dieser Umstände kommt er zu dem Ergebnis, dass Bruck nur krasser Außenseiter sein wird.

Gleichwohl müsse er mit seiner Mannschaft auf der Hut sein und die Sache konzentriert anpacken, macht sich Schreier nichts vor. Die Brucker zu unterschätzen, könnte bei den Gesetzen des Pokals fatale Folgen haben.

Von Heribert Oberhauser



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Veröffentlicht am 06.09.2011 22:27 Uhr



 
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