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Wieder ein zweifelhafter Elfer gegen den FCP

Kempten-St. Mang (ah/Wa) „Wie schon so oft in dieser Saison sind wir benachteiligt worden.“ Für Pipinsrieds Präsident Konrad Höß war’s wieder einmal nicht nachvollziehbar, warum gegen seinen FCP kurz vor Schluss erneut ein „unberechtigter Elfmeter“ verhängt wurde, den der TSV Kottern zum 1:1 (0:0)-Endstand verwandelte. Erst vor zwei Wochen, beim 0:1 in Gundelfingen, resultierte der einzige Treffer aus einem strittigen Strafstoß in der Endphase.


<p>Wieder ein zweifelhafter Elfer </p>

Manfred Leidenberger brachte den FCP in Kottern nicht nur mit 1:0 in Führung, sondern war auch am Ausgleich der Oberallgäuer beteiligt. Foto: Kerpf


„Dieser Elfmeter war wieder ein Horror“, schimpfte Höß. Es lief die 87. Minute, als ein Ball halbhoch in den FCP-Strafraum gespielt wurde. Patrick Wachter hatte nach Höß’ Ansicht den Kopf zu tief, als er von Manfred Leidenberger getroffen wurde. „Das war wenn dann gefährliches Spiel“, so Höß. In diesem Fall hätte es einen indirekten Freistoß geben müssen und keinen Elfmeter. Doch Schiedsrichterassistent Thomas Gscheidl nahm sofort Position ein, rannte um die Eckfahne an die Strafraumgrenze und bestätigte auch auf Nachfrage von Bayernliga-Referee Patrick Hanslbauer, dass es sich um ein eindeutiges Vergehen gehandelt habe. Auch für Kotterns Trainer Stephan Wuttge war’s ein „klarer Elfmeter“. Wachter nahm die Einladung dankend an und verwandelte zum 1:1. Wieder war der Tabellendritte Kottern gegen ein abstiegsbedrohtes Team wie schon vor zwei Wochen gegen Gerolfing (1:1) erst kurz vor dem Ende zu einem glücklichen Remis gekommen.

Im ersten Durchgang agierten beide Teams verhalten, die 370 Zuschauer bekamen kaum Torraumszenen zu sehen. Nach vier Minuten konnte Gästetorhüter Johannes Steiner einen Freistoß von Christian Geiger gerade noch über die Latte lenken (4.). Im Gegenzug testete Max Kristen seinen eigenen Torhüter Martin Gruber, der das Eigentor jedoch verhindern konnte (7.). Ansonsten boten beide Teams in Halbzeit eins nur Magerkost.

In der zweiten Hälfte erspielten sich vor allem die Gäste einige Chancen. Gruber, der seinem Team schon beim Hinspiel Ende August in Pipinsried beim 1:1 einen Punkt rettete, verhinderte zwei Mal den Rückstand (47./60.). Im Gegenzug zog Kotterns Christian Geiger ab, der Ball ging nur wenige Zentimeter über die Latte (62.). Wieder fast im Gegenzug wehrte Gruber erneut einen Schuss ab (65.). Drei Minuten später war er aber machtlos, Pipinsrieds Kapitän Leidenberger zog von der Strafraumecke ab und der Ball landete zur Gästeführung im Netz (68.).

Erst in der Schlussphase wachte der TSV auf und erspielte sich ein paar Möglichkeiten. Ein Freistoß von Daniel Eisenmann strich im Strafraum an Freund und Feind vorbei und verpasste nur knapp das Ziel (80.). Nur eine Minute später fasste Stefan Liebert den Abpraller nach einer Ecke ab, Steiner lenkte die Kugel aber über das Tor (81.).

Nach Wachters Ausgleich hätten beide Teams das Spiel noch für sich entscheiden können. Zum einen kam Florian Mayr vom TSV Kottern nach einer Ecke wenige Meter vor dem Tor freistehend zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig (91.). Auf der anderen Seite lupfte Michael Holzhammer nach Vorarbeit von Qemajl Beqiri frei vor Gruber um Zentimeter am Kotterner Gehäuse vorbei (92.). „Wir sind halt nur durch zweifelhafte Elfmeterentscheidungen zu schlagen“, meinte Höß trotzig.

TSV Kottern: Gruber, Mayr, Kristen, Erden, Eisenmann, Siegfanz, Geiger, Holweger, Wachter, Yilmaz (74. Liebert), Wiedemann.

FC Pipinsried: Steiner, Hüttner, Horky, Hanusch, Adrianowytsch, Leidenberger, Beqiri, Baumgärtner, Holzhammer, Schön, Athanasios Kiourkas (83. Finkenzeller).

Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg/Mfr.).

Zuschauer: 370.

Tore: 0:1 (68.) Leidenberger, 1:1 (87.) Wachter (Foulelfmeter).



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Veröffentlicht am 27.03.2011 21:07 Uhr



 
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