Fußball    

FCP-Abstieg rückt immer näher

Buchbach - Glasklare Überlegenheit, rund 70 Prozent Ballbesitz und Chancen en masse - aber keine Punkte. Mit leeren Händen kehrte der FC Pipinsried am Ostersonntag von der Auswärtspartie beim TSV Buchbach zurück und bleibt Schlusslicht der Fußball-Regionalliga Bayern. Den Treffer des Tages zum 1:0-Sieg der Rot-Weißen erzielte Aleksandro Petrovic nach einem dicken Patzer von Keeper Thomas Reichlmayr (30.).

maus-zischler

Stefan Denk verlängerte einen weiten Einwurf von Moritz Moser, Pipinsrieds Schlussmann Reichlmayr patschte die Kugel Petrovic vor die Flinte, der den Ball mit dem Knie anlupfte und dann aus nächster Nähe über die Linie köpfte - achter Saisontreffer für den Buchbacher Spielgestalter, der seiner Mannschaft nach vier Niederlagen in Folge die österliche Wiederauferstehung bescherte. Buchbach ist mit nun 40 Punkten dicht vor dem Klassenerhalt.
Davon kann Pipinsried nur träumen. "Wir haben in den beiden verbleibenden Heimspielen noch die direkten Konkurrenten Rosenheim und Heimstetten, insofern haben wir es noch selber in der Hand", so Spielertrainer Fabian Hürzeler, der über den Gegentreffer nur den Kopf schütteln konnte. "Das Tor ist aus dem Nichts gefallen, wobei der Einwurf Qualität hatte", kommentierte Hürzeler, dessen Team 90 Minuten marschierte: "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, außer dass sie die Tore nicht erzielt hat. Wir haben noch nie so gut in Buchbach gespielt, aber eben keine Punkte geholt. Selber schuld."
Bereits in der sechsten Minute lief der überragende Kasim Rabihic allein auf Daniel Maus zu, doch der Buchbacher Keeper konnte mit letztem Einsatz zur Ecke klären. Wenig später dann eine Vierfachchance für das Schlusslicht, bei der Maxi Drum einen Schuss von Maximilian Zischler von der Linie kratzte. In der zwölften Minute konnte Maus die Kugel gerade noch vor Philipp Schmidt auf die Tribüne donnern und auch in der 23. Minute war der Buchbacher Torhüter vor dem Mittelstürmer zur Stelle.
Nach dem Gegentreffer verlor das Spiel der Gäste an Fahrt und auch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren etwas präsenter. Reichlmayr machte an alter Wirkungsstätte seinen Fehler wieder gut, als er einen von Noel Knothe an Christian Brucia verursachten Foulelfmeter gegen Thomas Breu parierte (47.).
Nach einer guten Stunde sorgte Pipinsried dann wieder für richtig Alarm, Angriff um Angriff rollte aufs Buchbacher Tor, die Hintermannschaft samt Keeper Maus immer wieder in Not, am Ende aber mit der nötigen Konsequenz und dem Quäntchen Glück. "Wir haben trotz des Drucks die Ruhe bewahrt", lobte Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter seine Mannschaft, bekannte aber auch: "Es war ein glücklicher Sieg für uns. Man hat gesehen, wie nervös die Mannschaft nach den vier Niederlagen war. Wir haben gegen Bayern und in Eichstätt gut gespielt und sind leer ausgegangen, heute haben wir kein gutes Spiel gemacht, aber zum Glück drei Punkte geholt."
Während Buchbach im weiteren Verlauf nur noch drei Halbchancen durch Denk, Patrick Walleth und Drum hatte, belagerten die aggressiven und laufstarken Gäste unaufhörlich den Strafraum der Rot-Weißen. Maus rettete gegen Zischler, der nach dem Zweikampf mit Kopfverband weiterspielte, auch Amir Cekic und Knothe konnten den Buchbacher Schlussmann nicht bezwingen. Zum Schluss stürmte auch noch Reichlmayr mit, die Bälle flogen permanent durch die Box der Hausherren, die das 1:0 irgendwie über die Zeit brachten - unterm Strich fehlte den Abschlüssen der Gäste allerdings auch die letzte Überzeugung.
TSV Buchbach: Maus - Moser, Hain, Drum - Bahar, Walleth, Petrovic, Brucia - Breu (83. Bauer), Ammari (90.+2 Orth), Denk (82. Drofa).
FC Pipinsried: Reichlmayr - Knothe, Kelmendi, Schuster - Berger, Zischler (79. Grahammer), Hürzeler, Wargalla - Cekic, Schmidt, Rabihic.
Tor: 1:0 Petrovic (30.) - Schiedsrichter: Ostheimer (Sulzberg) - Zuschauer: 805 - Gelbe Karte: Denk, Maus, Bauer, Moser - Bes. Vork.: Breu scheitert mit Foulelfmeter an Reichlmayr (47.).

Von Michael Buchholz


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Veröffentlicht am 22.04.2019 22:29 Uhr




 

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