Fußball    

FC Pipinsried muss liefern

Pipinsried - Steht der FC Pipinsried am Ostersonntag wieder auf? Oder bleibt er am Boden liegen? Das ist die große Frage, die sich die Fans und Beobachter des Regionalliga-Schlusslichts vor dem Match am morgigen Sonntag beim TSV Buchbach stellen (Anpfiff: 17 Uhr).

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Vor Wochenfrist streckte der FC Augsburg 2 die Pipinsrieder mit einem 3:0 nieder. Ob es dem Trainerduo Fabian Hürzeler und Marcel Richter gelungen ist, dem Team in den drei Trainingseinheiten der Karwoche neues Leben einzuhauchen, wird sich in Buchbach zeigen.
"Die Mannschaft muss liefern", fordert Manager Roman Plesche klipp und klar. Hürzeler pflichtet bei: "Dem ist nichts hinzuzufügen." Doch dann schiebt der Spielertrainer eine präzise Analyse des Gegners und der Situation vor Ort hinterher. "In Buchbach zu spielen, ist immer extrem schwierig." Mannschaft, Platz, Publikum - alles passe zusammen. Speziell an einem Feiertag, wie am morgigen Ostersonntag, mit einer späten Anstoßzeit. Plesche schätzt, dass eintausend Buchbacher Fans die TSV-Kicker antreiben werden.
Hürzeler äußert sich vorsichtig: "Ich hoffe, dass der Platz einigermaßen bespielbar ist, denn wir wollen nicht nur hoch und weit spielen." Er vermutet, dass die Hausherren - die als Zehnter mit 37 Zählern noch nicht aller Sorgen ledig sind - eher tief stehen und ihren Gästen den Ball überlassen werden.
Der Pipinsrieder Spielertrainer warnt: "Die Buchbacher sind ein sehr gutes Team und haben eine hohe Qualität." Die Mannschaft vom langjährigen Coach Anton Bobenstetter (wechselt zur neuen Saison ins Management) sei in der Lage, "aus wenig viel zu machen", so Hürzeler, "selbst ein Einwurf ist gefährlich": Zudem sei die Elf schwer auszurechnen, sie habe in den letzten Partien drei verschiedene Systeme praktiziert. "Wir müssen uns überraschen lassen", erklärt der Coach.
Überraschung ist das Stichwort der Woche: Am vergangenen Montag kam der FC Bayern 2 gegen den Vorletzten TSV 1860 Rosenheim nicht über ein 1:1 hinaus. Plesche hat die Partie verfolgt und schüttelt nur den Kopf: "So eine Mannschaft wie Bayern muss doch den Anspruch haben, jedes Spiel zu gewinnen!" Speziell gegen einen Verein aus dem Tabellenkeller. Dem Kemptener ist klar: Der eine Punkt kann dem FCP noch sehr wehtun.
Die Rosenheimer haben nun zwei Zähler Vorsprung vor dem Dorfklub. Der Drittletzte Heim-stetten hat drei Punkte mehr auf dem Konto als der FC Pipinsried und ist über Ostern spielfrei. Der Grund: ein Jugendturnier auf der SVH-Anlage - das Match des Regionalligateams gegen den VfB Eichstätt wurde auf den 1. Mai verlegt. Sehr zum Missfallen von Eichstätts Coach Markus Mattes: "Die Pause passt uns überhaupt nicht ins Konzept, die englische Woche Anfang Mai auch nicht."
Die Konsequenz für die Gelb-Blauen: Auch wenn sie in Buchbach gewinnen, können sie nicht an Heimstetten vorbeiziehen - dazu ist ihr Torverhältnis mit minus 23 einfach zu schlecht (Heimstetten: -14). Der schwache Trost: Selbst bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg der Rosenheimer bliebe zumindest der vorletzte Rang in Reichweite. Der würde zur Qualifikation für die Relegation reichen - sofern das Profiteam des FC Ingolstadt aus der zweiten Liga absteigt; in Folge würde der FCI 2 ans Ende der Regionalliga-Tabelle sortiert.
Beim FCP fehlt weiterhin der gesperrte Kevin Nsimba. Markus Achatz steckt noch die Grippe in den Knochen, Marian Knecht ist wegen seines Oberschenkelleidens vom Mitwirken entbunden.
Was den Pipinsriedern Mut machen könnte, ist das zuletzt nicht sonderlich erfolgreiche Auftreten der Buchbacher: Aus den jüngsten vier Partien holten die Ostbayern keinen einzigen Punkt. Das Hinspiel verloren die Pipinsrieder allerdings mit 0:3.
Der FCP-Fanbus fährt um 14.30 Uhr am Vereinsheim ab.

Von Horst Kramer


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Veröffentlicht am 19.04.2019 23:00 Uhr




 

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