Fußball    

1:3 in Bubesheim - Aindling verliert unglücklich

Aindling (hao) Nach zuvor zwei Siegen hat der TSV Aindling gestern Abend das Nachholspiel in der Bezirksliga Nord beim SC Bubesheim nach einer ansprechenden Vorstellung denkbar unglücklich 1:3 (1:2) verloren. Im engen Wettstreit um die inoffizielle Altlandkreis-Meisterschaft mit Hollenbach (5.), Ecknach (6.) und Affing (7.) war dies ein Rückschlag für den TSV (8.). Die Westschwaben dagegen näherten sich als Zweiter bis auf zwei Punkte dem Tabellenführer Ehekirchen.

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Bis auf Benjamin Woltmann (Nasenbeinbruch) konnte Aindlings Interimstrainer Magnus Hoffmann die Startformation des Spiels in Affing (3:1) nominieren. Woltmanns Part im Abwehrzentrum übernahm wie schon am Sonntag Patrick Stoll. Bubesheim kommt personell seit Wochen auf dem Zahnfleisch daher. "Wir haben drei Kreuzbandrisse und einen Schlüsselbeinbruch", klagte der ewige SCB-Fußballchef Karl Dirr.
Dass Moritz Buchhart mitmachen konnte, obwohl sich bei ihm in Affing die Muskulatur verhärtet hatte, zahlte sich für Aindling alsbald aus. Buchhart bewies auf der linken Seite Durchsetzungsvermögen, drang fast bis an den Torraum vor und überwand SCB-Keeper Simon Zeiser mit einem Flachschuss ins rechte Eck. (10.). Der TSV war in der Anfangsphase die klar bessere Mannschaft, weshalb das 1:1 fast aus dem Nichts fiel. Axel Schnell traf aus 25 Metern mit einem Aufsetzer - bei nassem Boden das probate Mittel. Florian Peischl war machtlos (18.).
Der Ausgleich wiederum beflügelte die Bubesheimer, die nun ihrer Anwartschaft zumindest auf Platz zwei gerecht wurden. "Aber wir haben nach zwanzig Minuten auch aufgehört, nach vorne zu spielen", haderte Aindlings Spielbetriebsvorsitzender Josef Kigle. Das 2:1 war dazu passend unnötig wie ein Kropf. Eigentlich war die Gefahr nach einem Schnell-Freistoß schon bereinigt, aber dann angelte sich Esse Akpaloo mit seinen langen Haxen in zwei Metern Höhe den Ball und bugsierte ihn aus kurzer Distanz irgendwie über die Torlinie (25.). Hoffmann war sauer, hatte er doch eindringlich vor den Bubesheimer Standards gewarnt.
Die Rot-Weißen hielten sich mit den beiden Gegentoren nicht lange auf und ergriffen in der letzten Viertelstunde des ersten Abschnitts wieder die Initiative. Lukas Ettner hatte das 2:2 auf dem Fuß, das Nico Lonsinger gerade noch verhinderte (36.). "Ettner macht ein gutes Spiel", urteilte Kigle zur Pause.
Zehn Minuten nach Wiederbeginn hatte Patrick Modes die Möglichkeit zum Gleichstand, Simon Zeiser indes parierte den Schuss des Aindlinger Kapitäns. Peischl eiferte seinem Gegenüber nach, wehrte gegen Hakan Polat ab, worauf der nachsetzende Akpaloo vor dem leeren Kasten versagte (60.). Jetzt war einiges geboten an und in den Strafräumen. Simon Knauer schoss in aussichtsreicher Position vorbei (67.), beim Gegenzug verlangte ein abgefälschter Polat-Schuss Peischl das ganze Können ab. Zeiser stand Peischl in nichts nach, rettete bravourös gegen den aus wenigen Metern abziehenden Knauer (74.).
Für die nun deutlich überlegenen Aindlinger war ein Unentschieden greifbar nahe, ehe der Deutsch-Togoer Akpaloo per Kopfball mit dem 3:1 (90.) alle Hoffnungen zerstörte. "So ein Spiel darfst du nie verlieren, wir hatten die klar besseren Chancen", ärgerte sich Kigle.
"Trotz der Niederlage bin ich sehr zufrieden. Da stand eine intakte Mannschaft auf dem Platz, die sehr engagiert war und großen Willen zeigte", bilanzierte Magnus Hoffmann.
Revanche kann der TSV schon am Sonntag (17 Uhr) nehmen. Dann kommt der SCB ans Schüsselhauser Kreuz. Die gestern nachgeholte Partie war am 22. September abgesetzt worden, weil an jenem Tag der Aindlinger Fußballer Mathias Jacobi beerdigt wurde.
TSV Aindling: Peischl - Stach (71. Inan), Stoll, Michael Hildmann, Schöttl - Ettner, Wiedholz, Modes, Buchhart (78. Zimmermann)- Knauer - Lammer.
Tore: 0:1 Buchhart (10.), 1:1 Schnell (18.), 2:1 Akpaloo (25.), 3:1 Akpaloo (90.). - Schiedsrichter: Ettenreich (Zusamaltheim). - Zuschauer: 100.


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Veröffentlicht am 11.04.2019 23:12 Uhr




 

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