Kühbach    

Verkehr ist das wichtigste Thema bei Bürgerversammlung in Großhausen

Kühbach - Fast schon familiär ging es zu bei der zweiten Bürgerversammlung in der Marktgemeinde Kühbach. Sie fand beim Dorfwirt in Großhausen statt. 21 Interessierte waren gekommen, davon acht Gemeinderatsmitglieder. Neben dem üblichen Rechenschaftsbericht konnte Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher mit einer erfreulichen Nachricht aufwarten: Am gleichen Tag wurde die 23-jährige Veronika Gschoßmann aus Unterschönbach in Triesdorf, Landkreis Ansbach, zur Bayerischen Milchkönigin gekrönt. "Ganz Kühbach freut sich mit unserer neuen Königin", sagte Kerscher. Nach einer kurzen Pause, hatten die Bürgerinnen und Bürger das Wort. Hauptthema war der Verkehr. Willi Neumeyer bat darum, am Sonnenweg in Großhausen ein Tempo-10-Schild aufzustellen. Kerscher erklärte, bei der Verkehrsschau 2020 sei das damals angemahnte Spielstraßenschild entfernt worden, "weil hier nach Aussagen der Aichacher Polizei kein Spielstraßencharakter vorlag". Es handelt sich beim Sonnenweg um eine Sackgasse, die erfahrungsgemäß nur von Anwohnern befahren werde. Das von Willi Neumeyer geforderte Anbringen eines 10km/h-Schildes sei somit nach der Straßenverkehrsordnung "leider nicht umsetzbar", bedauerte der Bürgermeister.


Johann Gröber erkundigte sich nach der Auswertung der Geschwindigkeitsmessung mittels der Topobox in Großhausen an der Baggerseestraße. Hier werde oft sehr schnell gefahren, stellte Gröber fest. Der Bürgermeister erwiderte, bei der durchgeführten Auswertung habe es keine Besonderheiten gegeben. Was jedoch auffällig war, so Kerscher, sind die vielen Radfahrer, die den Weg nutzen.
Anton Bauer mahnte an, dass in Richtung Aichach auch oft die zugelassene Höchstgeschwindigkeit überschritten werde. Kerscher entgegnete, letztendlich sei die Polizei für die Ahndung von Verkehrssündern zuständig.
Franz Kurrer bezog sich mit seiner Frage auf die von-Haslang-Straße in Paar. Dort sei das Tempo auf 39 beschränkt. "Immer wieder muss ich aber feststellen, dass dort jugendliche Motorradfahrer zu schnell fahren, teilweise nur auf dem Hinterreifen", merkte Kurrer an. Kerscher erklärte, das Problem der jugendlichen Motorradfahrer, die sich verkehrswidrig verhalten, sei bereits polizeilich bekannt.
Werner Maier teilte mit, dass die Friedhofsmauer in Großhausen sehr marode sei. Seiner Meinung nach müsse die Friedhofsmauer dringend saniert werden. Kerscher wies darauf hin, dass Gelder dafür bereit gestellt wurden. Anton Baur erkundigte sich nach Urnenbestattungsmöglichkeiten in Großhausen. Für Großhausen wäre eine kostengünstige Errichtung für Urnenerdgräber möglich, antwortete Kerscher. tw


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Veröffentlicht am 05.05.2022 18:00 Uhr