Kühbach    

Wahl-Verlängerung in Kühbach

Kühbach - Wie im Vorfeld zu erwarten war, geht die Wahl des künftigen Kühbacher Bürgermeisters in die Verlängerung. Bereits 40 Minuten nachdem die Wahllokale in der Marktgemeinde geschlossen hatten, stand fest: Es kommt in zwei Wochen zu einer Neuauflage des Duells Kerscher gegen Schneider, die ja bei der Nominierungsversammlung der Ortsgemeinschaft Kühbach (OGK) im vergangenen November schon einmal aufeinandergetroffen sind.


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Im November vergangenen Jahres bei der Nominierungsversammlung der Ortsgemeinschaft Kühbach trafen die beiden gebürtigen Kühbacher schon einmal aufeinander, nun kommt es in zwei Wochen zu einem erneuten Duell von Karl-Heinz Kerscher (links) und Stefan Schneider.


Diesmal hatte Karl-Heinz Kerscher aber nur knapp die Nase vorn - mit 94 Stimmen Unterschied. Der 48-Jährige sicherte sich gestern 36,4 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, dicht gefolgt von Stefan Schneider, Kandidat der neugegründeten Wählervereinigung Gemeinsam für unsere Marktgemeinde Kühbach (GMK).
Schneider kam auf 32,5 Prozent. Damit gehen die beiden gebürtigen Kühbacher Kandidaten in zwei Wochen in die Stichwahl. Schneider erklärte gestern, er sei mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden, das Minimalziel, in die Stichwahl zu kommen, sei erreicht. "Es bleibt spannend", sagte der 48-Jährige und ergänzte: Anders als bei der Nominierungsversammlung im November stehe die Stichwahl in zwei Wochen nun unter anderen Vorzeichen.
Karl-Heinz Kerscher zeigte sich gestern am Telefon ebenfalls "sehr positiv" gestimmt. Er bedankte sich für das Vertrauen und erklärte optimistisch: Die beiden ersten Etappensiege (Nominierungsversammlung und gestriger Wahlabend) seien nun erreicht, den dritten Sieg wolle er in zwei Wochen einfahren.
Mehr als einen Achtungserfolg konnte Gerhard Stegmayer, Bürgervereinigung Unterbernbach, für sich verbuchen. Der Unterbernbacher schaffte 25,5 Prozent. Entsprechend locker zeigte sich der 50-Jährige gestern Abend. Gegenüber der AICHACHER ZEITUNG sagte er, sein Ziel sei es gewesen, in die Stichwahl zu kommen, mit den 25 Prozent sei er aber "sehr, sehr zufrieden".
Hermann Erbe von der Freien Wählergemeinschaft Haslangkreit erhielt 5,7 Prozent, 135 Wähler haben bei dem Paarer ihr Kreuz gemacht. Der 57-Jährige sagte gestern, er habe sich mehr erwartet, aber der Wähler habe seine ernsthafte Veränderungsabsicht offenbar nicht verstanden. Insgesamt 2404 Wähler haben bei der Kommunalwahl in Kühbach abgestimmt, das entspricht einer Wahlbeteiligung von respektablen 70 Prozent. Generell hätten 3432 Bürgerinnen und Bürger über den neuen Bürgermeister und künftigen Gemeinderat mitentscheiden dürfen. Stimmenkönige wurden Albert Schormair, 1814, und Engelbert Thumm, 1809 Stimmen.

In den Gemeinderat gewählt wurden Albert Schormair, Engelbert Thumm, Karl-Heinz Kerscher, Astrid Sagstetter, Cornelia Schäffer, Gabriele Erhard und Simon Tiltscher (alle OGK), Gerhard Stegmayer, Georg Schäffler, Josef Hofberger (alle BVU), Franz Lechner, Michael Neumeyer (alle FWH), Stefan Schneider, Manfred Felber, Josef Golling und Bernd Haberl (GMK). Wahlbeteiligung erreicht 70 Prozent

Von Thomas Winter



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Veröffentlicht am 15.03.2020 23:53 Uhr



 
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