Kühbach    

Doppelter Wirt übernimmt Peterhof in Kühbach

Kühbach - Nach nur einem Jahr hat der Verpächter der Kühbacher Gaststätte Peterhof, Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, die Reißleine gezogen und sich von den bisherigen Pächtern getrennt (wir berichteten). Zu groß, so der Baron, seien die Differenzen gewesen, zu viele Fehler im Umgang mit Gästen wurden gemacht. "Auch wird das Ganze noch ein strafrechtliches Nachspiel haben." Nun soll es Thomas Heim richten und für eine volle Gaststube sorgen.

peterhof2

Heim ist ein alter Hase, er hat schon in verschiedenen Ländern und Häusern gekocht und führt seit einiger Zeit die Schlosswirtschaft in Haslangkreit. Den Schlosswirt will er weiter betreiben, gut eingearbeitete Mitarbeiter sollen ihm helfen, die Doppelbelastung zu schultern.
"Ich kann Gott sei Dank auf ein gutes Team zurückgreifen. Köche habe ich genügend, außerdem kann ich den Bedienungsstamm eines ehemaligen Chefs übernehmen", zeigt sich der 49-Jährige zuversichtlich. Los geht es am Freitag, 11. Januar, mit einer Sieben-Tage-Woche. Später soll sich zeigen, ob es einen Ruhetag geben wird oder ob es durchgängig weitergeht.
"Wir öffnen um 9 Uhr morgens und machen dicht, wenn wir zumachen", erklärt der neue Pächter seine gästefreundliche Open-end-Philosophie. Überhaupt merkt man Heim an, dass er den Dienstleistungsgedanken voll verinnerlicht hat.
In Sachen Speisen setzt der neue Pächter - wie schon in Haslangkreit - auf Handwerk und Regionalität. Angeboten wird klassische bayerische Küche, daneben Gerichte, wie sie vermutlich so in keinem Kochbuch zu finden sind. Denn Thomas Heim möchte sich ausprobieren, "weil ich einfach gerne koche".
In Haslangkreit hatte er zuletzt nach eigenen Angaben großen Erfolg mit vegetarischen Gerichten, mit bayerischen Tapas und Wildgerichten. Das Wildbret möchte der 49-Jährige künftig aus der Region beziehen, also quasi aus dem Forst der Brauerei. Heim versprach Umberto Freiherr von Beck-Peccoz eine enge Zusammenarbeit. So gibt es etwa Weine und natürlich die verschiedenen Bierspezialitäten von nebenan.
"Das Frühstücksbuffet wird künftig für alle offen sein", kündigt Thomas Heim. An den Sonntagen soll es zudem zusätzliche Spezialitäten geben, Weißwürste etwa. Ob ihm die Doppelbelastung auf Dauer nicht zu viel wird? "Stress ist mein Lebenselixier", sagt der erfahrene Gastronom, der sich bemühen will, in beiden Gaststätten präsent zu sein.
Mittelfristig plant er, dass seine Mitarbeiter die Betriebe selbstständig führen. "Ich werde dann nur noch beratend tätig sein, und überall da aushelfen, wo ich gebraucht werde."

Von Thomas Winter


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 01.05.2019 00:00 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief