Inchenhofen    

Spiegel sollen Leahader Knotenpunkt entschärfen

Sainbach - Verkehr, Baugrundstücke und uneinsichtige Hundebesitzer waren Thema bei der zweiten Inchenhofener Bürgerversammlung im Ortsteil Sainbach. Rund 40 Interessierte waren laut Bürgermeister Toni Schoder ins Schützenheim gekommen. Angesprochen wurde unter anderem der neuralgische Verkehrsknotenpunkt am Marktplatz in Inchenhofen, genauer die beiden 90-Grad-Kurven im Übergang von der Aichacher Straße auf den Marktplatz beziehungsweise der Pöttmeser Straße auf den Marktplatz. Von einem Anwesenden kam die Anregung, dort Verkehrsspiegel aufzustellen. Dadurch könnten Lenker von Lkw beziehungsweise längeren Gespannen die Verkehrssituation frühzeitig überblicken und entsprechend reagieren.


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Zwei 90-Grad-Kurven schließen an den Leahader Marktplatz an. Das führt mitunter zu Verkehrsbehinderungen. Spiegel könnte die Situation entspannen, schlug ein Gemeindebürger vor. Foto: Winter


"Lkw müssen an der Stelle oft weiter ausholen", bestätigte Schoder gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Dadurch komme der Verkehr nicht selten kurzfristig zum Erliegen. Der Bürgermeister hält die Idee deshalb für eine "gute Anregung". Er werde die Sache aber demnächst noch mit der Polizei besprechen, so Schoder.
Die Verbindungsstraße zwischen Sainbach und Motzenhofen sei mit dem Fahrrad schlecht zu befahren, lautete ein weiterer Beitrag bei der Bürgerversammlung. Als Lösung schlug der Gemeindebürger vor, einen Radweg entlang der Straße zu errichten. Das, so der Leahader Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung gestern, lasse sich jedoch schwer umsetzen. Der Grund: Die dafür nötigen Grundstückskäufe seien schwierig zu bewerkstelligen. Schoder schlug den Sainbachern als Alternative vor, einen Quasi-Radweg über die Feldwege herzurichten.
Eine Mutter mahnte an, die Anbindung von Ainertshofen an den ÖPNV insbesondere für die Schüler, die in Pöttmes die Wirtschaftsschule besuchen beziehungsweise in Aindling oder Hollenbach zur Schule gehen, lasse zu wünschen übrig. In der Angelegenheit stehe die Kommune mit dem AVV in Verbindung, erklärte Schoder.
Lediglich eine unverbindliche Aussage konnte der Bürgermeister in Hinblick auf neue Baugebiete in der Marktgemeinde machen. Die Gemeinde arbeite dauerhaft daran, sich Baugrund zu sichern, sagte Schoder.
Wunsch: Radweg
Immer wieder ein Aufreger bei Bürgerversammlungen überall im Wittelsbacher Land ist das Thema Hundekot auf Gehwegen oder in den Wiesen. Man habe Hundetoiletten aufgestellt, so der Bürgermeister, allein, es seien stets zu wenig. Und einzig mit den Behältern sei es auch nicht getan, so Schoder. Der Bauhof müsse die Toiletten regelmäßig leeren.
Einige Hundebesitzer in Sainbach, wurde in der Versammlung deutlich, ließen ihre Vierbeiner zudem frei laufen, was bei anderen Spaziergängern nicht immer auf Gegenliebe stößt. Schoder appellierte an die Hundebesitzer, sie sollen mehr Rücksicht nehmen. Denn, so der Bürgermeister, der Begriff Gemeinde leite sich ab von Gemeinschaft, und dazu gehöre die Rücksichtnahme.

Von Thomas Winter


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Veröffentlicht am 17.05.2022 17:48 Uhr