Inchenhofen    

Gemeinderat hält sich bedeckt

Inchenhofen - In nicht-öffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat Inchenhofen am Dienstagabend die Causa Leahader Feuerwehr behandelt. Genauer: Dass die vierköpfige Führungsriege der Wehr für keine weitere Amtsperiode mehr zur Verfügung steht und die bei der Jahreshauptversammlung vorgetragene Kritik des langjährigen Kommandanten Richard Hartmann an der Gemeinde und dem Gemeinderat. Obwohl das öffentliche Interesse groß ist, wollte sich Bürgermeister Karl Metzger gestern zu der Sache nicht äußern: Der Gemeinderat hat ihn einhellig gebeten, nichts an die Öffentlichkeit zu tragen. Diesen Entschluss wolle er respektieren, bat Metzger um Verständnis.

"Ich verstehe das öffentliche Interesse", erklärte Karl Metzger gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Er und die Gemeinderäte seien aber übereingekommen, nichts an die Öffentlichkeit zu tragen. "Das bringt uns in der Sache nicht weiter", ist der Gemeinde-Chef überzeugt. Stattdessen wolle man sich mit der Feuerwehr zusammensetzen, um eine "sachliche Lösung" zu finden. Mit wem genau aus der Inchenhofener Wehr dieses Gespräch stattfinden soll - ob mit der nicht wieder angetretenen Führungsriege oder ohne - , konnte Metzger gestern noch nicht sagen.
Persönlich ist sich der Bürgermeister keiner Schuld bewusst. "Die Entscheidungen, die vonseiten der Feuerwehr angeprangert wurden, hat der Gemeinderat alle einstimmig getroffen", macht Metzger deutlich. Bei der Wahl des Standorts für das neue Feuerwehrgerätehaus habe er sich sogar für den von der Inchenhofener Wehr favorisierten im Süden stark gemacht. Dass die Entscheidung in einer demokratischen Abstimmung dann anders ausfiel, "habe ich akzeptiert". Danach habe es laut Karl Metzger diesbezüglich auch keine Probleme mehr gegeben.
Gegenüber unserer Zeitung räumte der Gemeindechef ein, dass in der Kommunikation mit der Feuerwehr "Sand im Getriebe" gewesen sei, offenbar schon seit Längerem. Von Thomas Winter


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Veröffentlicht am 06.06.2019 00:00 Uhr




 

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