Inchenhofen    

Gelebte Tradition bei Eiseskälte

Rund 4000 Besucher trotzten Wind und Wetter beim diesjährigen Leonhardiritt in Inchenhofen. Auch Heimatminister Dr. Markus Söder hatte sich bei fast winterlichen Temperaturen nach Leahad aufgemacht. Im Juni war das Leonhardi-Komitee mit dem schwäbischen Heimatpreis ausgezeichnet worden, woraufhin Vorsitzender Hans Schweizer den Minister eingeladen hatte, beim diesjährigen Pferderitt in einer der Festkutschen Platz zu nehmen.


Erst vor ein paar Tagen wurden die letzten Details mit den Personenschützern besprochen, am Sonntag saß Söder tatsächlich in der Kutsche - und damit einer der hochrangigsten Politiker in den vergangen Jahren. Nun konnte sich Markus Söder, wie er gestern betonte, selbst davon überzeugen, dass der Heimatpreis zurecht nach Inchenhofen gegangen war. Söder lobte die Hingabe der Beteiligten, die die Umsetzung jedes Jahr aufs neue ermöglichen. "Das ist etwas ganz Großartiges", gab er zu verstehen, und verwies auf das Zusammenspiel von Ehrenamt, dem Bekenntnis zum Glauben und der Heimat. Die Werte, Sitten und Bräuche Bayerns sollten bewahrt werden.
Hans Schweizer begrüßte die Gäste, die mit Regenschirmen, -jacken, Mützen und teilweise sogar Handschuhen ausgerüstet den Leonhardiritt besuchten, "bei uns, beim Heiligen Leonhard". Trotz Kälte, Wind und Dauerregen haben sich gestern seiner Schätzung zufolge rund 4000 Besucher auf den Weg nach Inchenhofen gemacht. Den Darstellern, die auf Motivwagen in lebenden Bildern das Leben und Wirken des Heiligen darstellten, sprach er einen großen Dank aus, dass sie trotz der widrigen Wetterumstände ihre Positionen mit Bravour gehalten hatten. Von Nayra Weber und Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 07.11.2016 12:00 Uhr