Hollenbach    

Investition in Igenhausen

Igenhausen - Zu einer der größten Herausforderungen von Kommunen gehört die Sicherstellung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung. Zugleich sind diese Einrichtungen das größte kommunale Vermögen, das nahezu ausschließlich in der Erde vergraben ist.


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Seit Monaten ist dieser Bereich in Igenhausen eine Wanderbaustelle, weil Kanal und Wasserleitungen altersbedingt erneuert werden. Die Gemeinde Hollenbach und die Magnusgruppe investieren rund drei Millionen Euro. Dazu kommt noch die Erneuerung der Straßen. Foto: Rupert Reitberger


Laut Bayerischem Gemeindetag werden im Freistaat 99,2 Prozent der Einwohner über 115 000 Kilometer öffentlicher Wasserleitungen mit Trinkwasser versorgt. Allein die Versorger der Kooperationspartner Aichach-Magnusgruppe haben 450 Kilometer Wasserleitungen zu unterhalten. Davon entfallen auf die Magnusgruppe 240 Kilometer, auf die Stadt Aichach 210 Kilometer. Bei den Kanalleitungen stehen in Bayern 100 000 Kilometer zur Verfügung, die etwas mehr als 97 Prozent der Abwasseranschlüsse ermöglichen. Rund 15 Prozent aller Leitungen sind marode und müssen erneuert werden. Aktuell trifft dies für die Gemeinde Hollenbach auf ihren Ortsteil Igenhausen (ungefähr 540 Einwohner) zu.
Rund drei Millionen Euro kosten Abwasser- und Wasserleitungen im Bereich des Mühlwegs, der Bernbacher Straße und der Weiherstraße. Für die neuen Wasserleitungen ist die Magnusgruppe zuständig. Etwa die gleiche Summe ist für den Gemeindeteil Mainbach (gut 200 Einwohner) erforderlich. Auch hier werden innerorts die Abwasser- und Wasserleitungen erneuert. Doch Leitungen sind das eine. Dazu kommen die aufwändigen technischen Anlagen, die erst die Trinkwasserversorgung bis zum Wasserhahn in den Haushalten sicherstellen - und dies nach den strengen Richtlinien der Trinkwasserversorgung (TVO).
Aktuell wissen die Verantwortlichen der Magnusgruppe, Verbandsvorsitzender Rupert Reitberger und die Wassermeister Hubert Haberl und Hubert Grabmann, ein Lied davon zu singen. Das im Bau befindliche neue Wasserwerk dient ausschließlich dem Zweck, die hervorragende Wasserqualität zu erhalten.
Diese Investitionen, betont Reitberger, müssten zwangsläufig im Wasserpreis ihren Niederschlag finden. ewn


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Veröffentlicht am 27.05.2021 17:00 Uhr