Hollenbach    

"Ein einziger Blitz" - Der Großbrand in Hollenbach am Tag danach

Hollenbach - Nach dem Blitzschlag, der am Montagabend ein Stallgebäude in Hollenbach in Brand gesteckt hat, waren die Feuerwehren aus der Umgebung noch bis in den Nachmittag des Dienstags hinein auf dem Gelände an der Hauptstraße zugange.


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Völlig zerstört sind die beiden landwirtschaftlichen Hallen nach dem Brand in Hollenbach. Foto: Erich Hoffmann


Wenige Minuten, nachdem die ersten Regenschauer den westlichen Landkreis Aichach-Friedberg erreicht hatten, ging der Alarm bei der integrierten Leitstelle ein. Mehrere Augenzeugen berichteten von einem Blitz, der gegen 20.30 Uhr in das Gebäude eingeschlagen war. "Ein einziger Blitz", rief ein Anwohner auf Nachfrage unserer Zeitung aus. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits Fahrzeuge von über 15 Feuerwehren aus dem Landkreis um das Anwesen verteilt.
Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude hatten die Brandbekämpfer schnell verhindern können. Das Ausmaß des Feuers ist dennoch verheerend. Von 500 000 Euro Sachschaden berichtete die Aichacher Polizei bereits am Montagabend.
Am Dienstag korrigierte die Polizei die Schätzung nach oben. In einer Pressemitteilung sprachen die Beamten von einem Schaden im "oberen sechsstelligen Bereich". In dem Gebäude, das der Blitz getroffen hatte, waren Traktoren und weitere landwirtschaftliche Gerätschaften sowie Holz und Heu gelagert. Minuten nach dem Blitzschlag brannte die Halle lichterloh.
Menschen oder Tiere waren zu keiner Zeit in Gefahr. Die über 150 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren pumpten zeitweise Wasser aus dem an das Grundstück angrenzenden Krebsbach, um den Flammen Herr zu werden. Zwei Stunden vergingen, bis der Brand unter Kontrolle war. Die Nachlöscharbeiten dauerten aber bis in den nächsten Tag hinein. Anwohner umliegender Dörfer berichteten tags darauf von starkem Brandgeruch. Der Regen hatte die Rauchsäule am Montagabend in Bodennähe gehalten, und der Wind trieb die Abgase zeitweise so weit nach Osten, dass sie selbst in Aichach zu riechen waren.
Die Aufräumarbeiten werden wohl noch Tage dauern. Neben den Feuerwehren waren Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, des THW sowie Verantwortliche vom Wasserwirtschaftsamt am Ort des Geschehens. Die Kriminalpolizei in Augsburg ermittelt wegen der hohen Schadenssumme.
Am Dienstag loderten immer wieder Glutnester im Stroh und Heu auf, die Feuerwehren aus Hollenbach, Mainbach, Aindling und die Führungskräfte des Katastrophenschutzes im Landkreis sowie ein Einsatzfahrzeug des BRK hatten noch jede Menge zu tun.

Von Bastian Brummer


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Veröffentlicht am 28.06.2022 17:17 Uhr